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einer  oberherrlichen  Gewalt  härten  sprechen  dürfen  5),  Alles
so  viel  möglich  mit  der  Gemeinde  berathschlagend  entschieden.
An  der  Wahl  des  Matthias  hatte  die  ganze  Versammlung
Theil  27?);  Niemand  wurde  von  den  Aposieln  gendthigt,  entweder
  sein  ganzes  Vermögen,  oder  auch  nur  einen  gewissen
Theil  seines  Vermögens,  in  die  dffentliche  Casse  einzuwerseu);
  es  ist  gleichsam  die  Sprache  des  ältern  klügern
Freundes,  mit  welcher  die  Aposfel  dem  entstandenen  Murren
bei  ungleichscheinender  Austheilung  des  Almosens  begegnen  1#),
und  gemeinschaftlich  geschah  die  Bestellung  der  neuen  Almosenpfleger.
  So  werden  auch  (Apostelgesch.  11.)  Aposiel  und
Brüder  zusammengesetzt,  und  bei  Emscheidung  der  Frage
von  der  Nothwendigkeit  der  Beschneidung  sind  immer  die
Aeltesten  der  Gemeinde  gleichsam  Mitsprecher.  Mit  welcher
Achtung  sollre  nach  der  Ermahnung  Pauli,  Timotheus  selbst
auch  einem  fehlenden  Aeltesten  begegnen  1#.);  und  wie  schüchtern
  war  Timotheus  sogar  in  Forderung  desjenigen,  was
ihm  als  vollkommenes  Recht  gebührte  ####10.  Es  war  nichts
billiger,  als  daß  derjenige,  welcher  alle  Zeit  und  Kräfte  zum
Nutzen  der  Gemeinde  verwandte,  also  den  Nahrungssorgen
nicht  nachgehen  konnte,  von  eben  dieser  Gemeinde  außer
Nahrungssorge  gesetzt  wurde;  und  doch  scheint  sich  Timotheus
  selbst  den  Gebrauch  dieses  vollkommensten  Rechts  eine
zeitlang  versagt  zu  haben.  Petrus,  dessen  Briefe  später  geschrieben
  sind  als  die  meisien  paulinischen,  fand  es  schon  nö-*)

  1  Theff.  2,  6.
*“)  Apostelgesch.  1,  26.
***)  Apostelgesch.,  5,  4.
1)  Lc.  6,  2.  5.  4.  5.
h  :  Tim.  5,  1.  19.
Hh)  2  Cim.  ꝛ,  4.  6.