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bestimmt,  und  zwar  um  so  gewisser  bestimmt  werden  wuͤrden,
je  lebhafter  man  kaum  vorher  durch  die  traurigsten  Erfahrungen
  empfunden  hatte,  welcher  bleibende  Schaden  aus  der
Verruͤckung  aller  dieser  Verhältnisse  entstehe.  Aber  viele  der
Gemuͤther  waren  zu  voll  des  entschlossensten  Hasses  gegen
die  alte  Verfassung,  hielten  also  immer  das  fuͤr  das  Beste,
was  sich  von  derselben  am  meisten  entfernte,  und  vergaßen
vielleicht  auch  oͤfters,  daß  Zeiten  kommen  koͤnnten,  wo  der
Theologe  nicht  mehr  so  viel  bei  Hof  zu  sagen  habe,  wo  die
Kirche  sich  nicht  mehr  so  viel  auf  die  persoͤnliche  Zuneigung
des  Fuͤrsten  verlassen  koͤnne,  daß  also  Alles  sogleich  nach
genauen  geschriebenen  Gesetzen  bestimmt  werden  muͤsse.  Andere
  derjenigen,  welche  hauptsaͤchlich  bei  dieser  großen  Veraͤnderung
  etwas  zu  sagen  hatten,  waren  theils  nicht  muthig,
theils  nicht  aufgeklärt  genug,  auch  alle  Trümmer  der  alten
Verfassung  hinwegzuräumen;  man  sah  es  deßwegen  an  dem
neuen  Gebäude  oft  nur  allzu  deutlich,  daß  es  aus  Steinen
des  vorigen  aufgeführt  wurde.  Also  in  keinem  der  zwei
Jeitpunkte,  wo  sich  die  Darstellung  eines  eigentlichen  Ideals
von  Kirchen-Verfassung  vielleicht  als  nicht  ganz  unmdglich
hätte  hoffen  lassen,  weder  im  Zeitpunkt  der  ersien  Entstehung
der  chrisilichen  Kirche,  noch  im  Zeirpunkt  ihrer  Palingenesie,
ist  es  so  zugegangen,  daß  nicht  Vieles  durch  bloß  zufälligen
Einfluß  äußerer  Umstände  besiimmt  worden  waͤre.

g.  5.

In  ciner  durch  allgemeine  Verfolgung  gedrückten  gotteödiensilichen
  Gesellschaft  mußte  sich  das  Ausehen  der  Lehrer
mehr  als  doppelt  vergrößern;  sie  waren  jetzt  nicht  nur  Lchrer,
sondern  Rathgeber  in  allen  Sachen,  Schiedsrichter  in  allen
entstandenen  Streitigkeiten,  Väter  der  wie  eine  Familie  zusammenhaltenden
  Gemeinde,  mit  allem  dem  Ausehen,  das