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ein  solcher  Vater  hat.  Selbst  auch  die  Besorgung  vieler
oͤkonomischen  Angelegenheiten  fiel  auf  sie,  und  ob  sie  etwa
auch  schon  verhindert  durch  ihre  Amtsgeschaͤfte  derselben  nicht
selbst  vorstunden,  so  hatten  sie  doch  die  Oberaufsicht.  Die
Armen  der  Gemeine  mußten  ernährt,  Wittwen  und  Waisen,
Kranke  und  andere  Hülflose  mußten  mit  Rath  und  thätiger
Liebe  untersiützt  werden,  denn  sobald  sie  einmal  zu  dieser
neuen  Gesellschaft  gehörten,  so  hatten  sie  nirgends  mehr
Hälfe  zu  hoffen,  die  Gemeinde  selbst  mußte  sich  also  derselben
um  so  bereitwilliger  annehmen,  und  wem  stund  es  besser  zu
als  dem  Lehrer,  diese  Anstalten  der  Liebe  gegen  bedrängte
Brüder  in  blühendem  Zustande  zu  erhalten:  Von  Seiten
der  Feinde  wartete  auf  den  Lehrer  größere  Verfolgung  als
auf  die  übrigen  Glieder  der  Gemeinde;  auch  dieses  machte
ihn  in  den  Augen  seiner  Zuhdrer  zwiefach  verehrungswürdig,
und  die  Märtyrerkrone  deckte  vielleicht  manchen  Fehler  und
mauches  Verfahren,  das  sonst  der  Laye  des  zweiten  und  dritten
  Jahrhunderts  so  wenig  würde  übersehen  oder  gestattet
haben,  als  unser  Zeitalter.  Nachdem  überdieß  die  Gemeinen
zahlreicher  und  ausgebreiteter  wurden,  nachdem  also  auch
mehrere  Lehrer  ndthig  waren,  und  jene  genaue  fast  häusliche
  Bekanntschaft  des  Volkes  mit  dem  Lehrer  nicht  mehr
statt  hatte,  so  wurde  der  Abstand  zwischen  Lehrer  und  Volk
immer  größer,  das  Volk  verlohr  ein  Recht  nach  dem  andern,
es  bekümmerte  sich  auch  wenig  um  manche  derselben,  weil
ihre  Ausübung  mit  Beschwerlichkeit  verknüpft  war,  und
weil  jenes  unerfahrne  Zeitalter  die  traurigen  Folgen  nicht
dermuthen  konnte,  wie  der  stufenweise  Verlust  solcher  einzelnen
  Rechte  endlich  eine  gänzliche  Unterjochung  nach  sich
ziehen  würde  9).  Die  ersten  Lehrer  dieser  Gemeinen  waren

*)  Daß  es  indeß  nicht  überall  so  ganz  ruhig  zugegangen,  bis  endlich