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aber  doch  so  angedeutet,  daß  man  wohl  sehen  kann,  die
kleinern  Bischöfe  hatten  angefangen  zu  fühlen,  sie  seyen  Bischoͤfe
  wie  jenc  größere,  und  die  größeren  hatten  angefangen,
weiter  umzugreifen  als  bisher  gewèhnlich  war?).

S.  9.

Im  Ganzen  trug  nichts  mehr  zu  Bildung  des  hierarchischen
  Systems  bei,  als  die  Begriffe  von  der  Nothwendigkeit
  einer  beständig  zu  unterhaltenden  wechselsweisen  Verbindung,
  welche  in  der  christlichen  Kirche  dieser  ersten  Fahrhunderte
  so  allgemein  herrschend  waren  55).  Schon  nach  der
Aebulichkeit  der  Geschichte  aller  verfolgten  Religionspartien
war  es  nichts  Ungewöhnliches,  daß  eine  durch  das  ganze
römische  Reich  und  auch  außerhalb  desselben  zersireute  Religionspartie,
  gegen  die  Wuth  des  allgemeinen  Verfolgungsgeistes
  einigermaßen  sicher  zu  seyn,  so  viel  moglich  suchte
untereinander  sich  zu  vereinigen,  Leiden  und  Freuden,  innere
und  dußere  Besorgnisse  auch  bei  aller  Entfernung  wechselsweise
  zu  theilen.  Da  man  überdieß  die  apostolischen  Ermahnungen
  sehr  frühe  recht  im  ausgedehntesten  Sinne  nahm,
und  auf  die  Uebereinstimmung  in  allen  auch  geringern  Lehrpunkten
  und  Gebräuchen  deutete,  so  mußte  unter  jenen  ersten
christlichen  Kirchen  der  Hang  zu  dieser  Vereinigung  um  so
siärker  werden,  und  weil  vorher  alle  durch  das  Neich  noch

*)  Nähere  Erläuterungen  giebt  die  Geschichte  der  Meletianischen
Spaltung  zu  Alerandrien;  s.  Walch's  Gesch.  d.  Ketzer.  IV.  Thl.

**)  Von  dieser  Korrespondenz-Mode  ist  auch  der  ersie  Brief  Elemens
  ein  Beweis.  Die  Corinthische  Gemeinde  hatte  Zwist
bekommen  mit  ihren  Presbptern,  man  hatte  ssch  bei  dieser  entstandenen
  Streitigkeit  zu  Rom  Raths  erholt:  Elemens  oder
vielmehr  die  röm.  Kirche  schickt  5  Abgeordnete  nach  Corinth
mit  einem  weitläuftigen  Ermahnungöschreiben.