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Lehrers  oder  Bischofs  ans  den  Diptychen  ausstrich,  also  desselben
  nicht  mehr  bei  dem  dffentlichen  Gebet  ausdrücklich
gedacht  wurde,  indeß  eine  andere  Gemeine  eben  denselben
beibehalten  zu  können  glaubte.  Alles  sah  auf  einander,  Alles
ermahnte  einander,  die  Kirchen  alle  hiengen  zusammen,  wie
wenn  sie  Mitglieder  eines  und  eben  desselben  Staats  wären,
und  als  ob  es  die  strengste  Verpflichtung  einer  jeden  wäre,
für  die  Lehr=  und  Sittenreinigkeit  der  andern  zu  sorgen;  Lehren,
  Sitten  und  Gebräuche  der  andern  aber  waren  am  vollkommensten,
  wenn  sie  den  ihrigen  ganz  gleich  sahen.

Nun  giebt  sich's  wohl  von  selbst,  daß  so  bald  eine  solche
Menge  an  dußern  und  innern  Kräften  höchst  verschiedener
Männer  immer  in  wechselsweiser  Verbindung  mit  einander
handeln  soll,  daß  einer  derselben  bald  durch  Ansehen  des  Alters,
  bald  durch  vorzüglichere  Einsichten  und  Thätigkeit,  bald
durch  eine  größere  adußere  Macht  untersiützt,  der  ersie  dieser
Gerwssenschaft  wird.  Je  genauer  man  sich  zu  vereinigen
sucht,  desio  häufiger  entsiehen  Mißverskändnisse  und  Streitigkeiten,
  und  ohne  Anerkennung  eines  gewissen  Oberhaupts
konnten  diese  kaum  geschlichtet  werden.  So  geringscheinend
aber  auch  anfangs  die  Vorrechte  dieses  Oberhaupts  waren,
so  viele  derselben  anfangs  nur  aus  persönlichen  Eigenschaften
des  Mannes  oder  aus  freiwilliger  Nachgiebigkeit  und  Achtung
der  übrigen  Bischöfe  entsprangen,  so  trugen  doch  eben  die  Ursachen,
  welche  an  der  ersten  Entsiehung  derselben  Schuld  wa,
ren,  auch  zu  ihrem  Wachsthum  bei,  und  wie  schnell  mußte
nicht  dieses  seyn,  da  hier  so  vieles  auf  Einen  Zweck  hinwirkte?


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Eine  der  beträchtlichsten  Wirkungen  der  zwischen  einzelnen
  Kirchen  beständig  unterhaltenen  Vereinigung  waren  die