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armen  italienischen  Bischöfe  für  ihr  Daseyn  und  ihre  Stimmen
  von  Rom  aus  Gelder  erhielten,  so  war  es  auch  schon
auf  den  Synoden  des  fünften  Jahrhunderts,  wenigstens  ist
es  bei  der  großen  ephesischen  Synode  sehr  augenscheinlich  erwiesen.
  Und  wenn  uns  schon  weiter  hinauf  die  Nachrichten
verlassen,  so  bleiben  sich  die  Menschen  unter  solchen  Umständen
  nur  gar  zu  gleich,  daß  sich  nicht  schon  ein  hundert  Jahre
  vorher  sollte  geregt  haben,  was  im  fünften  und  sechsten
Jahrhundert  so  sichtbar  wurde.

Man  müßte  den  Gang  menschlicher  Dinge  gar  nicht
kennen,  wenn  man  zweifeln  wollte,  was  für  ein  Ende  zuletzt
eine,  solche  persönliche  Bekanntschaft  solcher  an  Macht  und
Reichthümern  so  verschiedenen  Kollegen  nehmen  mußte,  wie
der  arme  Bischof,  der  vielleicht  kaum  zu  Haus  zu  leben  hatte,
entweder  in  der  Gewalt  des  Reichen  oder  gar  sein  Soͤldner
war.  Nur  um  die  Wahrheit  dieser  Vorsiellungsart  recht  zu
fühlen,  darf  man  den,  Bischof  dieses  Zeitalters  nicht  als
einen  unsrer  heutigen  Bischofe  sich  denken.  Der  groͤßte  Theil
derselben  (denn  von  einem  Bischof  zu  Epbesus  W.  ist  nicht
die  Rede)  war  ganz  nicht  mehr.  als  einer  unserer  Dorfpfarrer;
sein  Dorf  war  sein  Sprengel,  oft  war  selbst  dieses  nicht  von
den  augesehenern,  oft  noch  voll  Heiden,  daß  also  keine  reiche
Oblationen  zu  erwarten  waren.  Aus  der  Kirchengeschichte
von  Afrika  ist  es  vollkommen  deutlich,  daß  jeder  ansehulichere
Flecken  seinen  Bischof  hatte  *),  und  von  andern  morgenläudischen
  Provinzen  des  rdmischen  Reichs  hat  man  viele  der
deutlichsten  Spuren,  daß  es  lange  Zeit  eben  so  gewesen=  sey  255).

%  Gecographia  secra  Alricae,  praelfza  Opräte  Milevit.  KTEdit.
Dupinii)  pag.  27.

5%  Clarkson  traités  Pinkorigues  de  D’Etat  primail  de  Episcopat,
C.  II.