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Woher  sollten  auch  sonst  oft  auf  Synoden  so  viele  Bischoͤfe
aus  einer  Provinz  kommen,  und  aus  welcher  andern  Urfache
waͤre  es  auch  fuͤr  den  Geographen  bei  vielen  derselben  so
unmoͤglich,  den  Ort,  von  dem  sie  sich  schrieben,  aufzufinden?

G.  11.

So  lang  die  christliche  Religion  unter  bielen  Abwechslungen
  von  Ruhe  und  Verfolgung  nur  kaum  die  geduldetc
Religion  war,  so  konnten  kaum  Provincialsynoden  zu  Stande
  kommen,  denn  auch  da  hieng  es  immer  von  dem  Statthalter
  der  Provinz  ab,  ob  er  Feind  der  Christen  war  oder
nicht,  und  also  das  Zusammenlaufen  der  Bischdfe,  das  ihm
doch  nicht  unbekannt  seyn  konnte,  leiden  wollte  oder  nicht.
Eusebius  bemerkt  es  deswegen  als  einen  besondern  Beweis
des  Verfolgungsgeistes  des  Licinius,  daß  er  keine  bischöfliche
  Synoden  gestattet  habe.

Man  weiß  auch  wirklich  aus  dieser  Zeit  von  nichts  als
Provincialsynoden;  hingegen,  so  bald  der  Kaiser  selbst  auch
Mitglied  der  Kirche  wurde,  also  neue  Reichthümer  aus  verschiedenen
  Quellen  der  Kirche  zufloßen,  Zänkereien  der  Geistlichkeit,
  Spaltungen  und  Ketzereien  nun  Staatssache  wurden,
auch  manche  der  Synodalkosten,  z.  B.  wegen  der  Reise,
auf  den  kaiserlichen  Fiscus  fielen:  so  entstunden  dkumenische
Spynoden,  das  ist,  solche,  auf  welchen  sich  Bischöfe  aus  allen
Provinzen  des  rmischen  Reichs  versammelten  6).  Der  Kai-*)

  Man  hat  aus  dem  Namen  Stumenische  Spnode  wunderbare
Sachen  herausgerathen.  Es  sollte  Versammlung  aller  Bischöfe
  aus  der  ganzen  Christenheit  heißen:  man  war
aber  bei  Anwendung  dieses  Begrifs  auf  diejenige  Spnoden,  welche
  diesen  Namen  führen,  sehr  im  Gedränge,  denn  das  war  zu
sehr  gegen  alle  Geschichte,  daß  es  je  eine  dergleichen  gegeben  habe,
  Und  doch  sollten  diese  ökumenische  Spnoden  als  Stimme  der