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gemeinschaftlich  Schluͤsse  abfaßten,  so  hieß  es:  Placuit  nobis

sancto  Spiritu  suggerente  et  Domino  per  visiones  multas
  et  manilestas  admonente  7).  Zwanzig  trügliche  Menschen
  glaubten  dadurch  untrüglich  geworden  zu  seyn,  daß  sie
in  einem  Zimmer  zusammensaßen,  und  ohne  genugsame
Vorbereitung,  meistens  ohne  genugsame  Fähigkeit  zu  prüfen
und  zu  entscheiden,  über  die  wichtigsten  und  oft  spitzfindigsien
  Fragen  ihr  Urtheil  gaben!  Man  kann  sich  leicht  denken,
wie  solchen  Männern  die  Ueberzeugung  von  ihrer  Untrüglichkeit
  gewachsen  seyn  muß,  wenn  alödenn  der  Kaiser  selbst
an  einc  solche  Synode  schrieb:  Dico  enim,  ut  se  veritas
habet,  sacerdotum  judicium  ila  debet  haberi,  ac  si  ipse
Dominus  residens  judicet.  —  Quid  bi  detractores  legis
(von  den  Donatisien  ist  die  Rede)  dui  renuenles  coeleste
judicium  (Synodalschluß  der  arelatensischen  Väter)  meum
putaverunt  poslulandum  *v)2  Oder  wie  Constantiu  nach
der  nicäischen  Synode  in  dem  Schreiben  an  die  alerandrinische
  Kirche:  nam  qduod  trecenlis  Episcopis  visum  est,
non  est  aliud  quam  sententia  Dei,  praesertim  cum  Spiritus
  Sanctus,  talium  tantorumque  virorum  animis  insidens,
  divinam  illis  voluntatem  manilestaverit  266).  Neuere
  Beispiele  mag  ich  nicht  einmal  anführen,  sie  sind  bekannt
genug.  Es  war  zwar  in  allen  diesen  Ausdrücken  viel  Ceremoniel
  und  Complimentensprache,  denn  Constantin,  ungeachtet
  er  die  arelatensischen  Bäter  so  hoch  hinaussetzt,  bestätigte
doch  nicht  geradezu  ihre  Schlüsse  gegen  die  Donatisten,  son-*)

  Sind  Worte  einer  von  Cpprian  im  Jahr  252  zu  Carthago  gehaltenen
  Synode,  v.  Opera  C)  priani  (Ed.  Felli)  pag.  219.
Mansi,  Tom.  II.  col.  476.  wo  Constantin's  Entlassungsschreiben

an  die  arelatensischen  Väter  abgedruckt  ist.
*“%  Mansi  I.  c.  col.  126.