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cedonischen  Mten;  man  crräth  aber  mit  ziemlicher  Zuverläßigkeit
  (aus  der  Beschaffenheit  der  sogenannten  prisca)
noch  einige  Eigenschaften  der  ältesten  griechischen  Kanonensammlungen.
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Der  ungenannte  Italläner,  dessen  Uebersetzung  unter
diesem  Namen  bekannt  ist,  muß  einen  griechischen  Codex
canonum  vor  sich  gehabt  haben,  in  welchem  die  anchrischen,
neucäsareischen,  nicäischen,  gangrischen,  antiochischen,  constantinopltschen
  und  chalcedonischen  Canones  enthalten  waren;  er  hat
zwar  auch  die  sardicensischen,  aber  diese  sind  wahrscheinlich
keine  Uebersetzung,  sondern  lateinisches  Hriginal.  Also  laodicaͤische
  und  ephesische  Schlüsse  waren  gar  nicht  in  seiner
gricchischen  Sammlung,  und  wahrscheinlich  gehdrten  demnach
auch  diese  beide  nicht  zu  der  ältesten  Ausgabe  des  Coder
canonum.  Das  Vaterland  dieser  ältesten  Ausgabe  verräth
sich  auch  auf  diese  Art  sehr  wahrscheinlich.  Da  Anchra,
Neucäsarea  und  Gangra,  in  die  Didcese  von  Pontus  gehoͤren,
  so  ist  wahrscheinlich  in  der  pontischen  Didcese  die  erste
Anlage  zu  dieser  Sammlung  gemacht  worden.  Nicäische
Schlüsse  konnte  ohnedieß  auch  gleich  der  erste  Sammler
nicht  hinweglassen,  denn  was  war  allgemein  gültiger  und
heiliger,  als  diese?  Wie  alsdenn  bei  weiterem  Verfolg  die
antiochischen  hinzugekommen,  läßt  sich  nun  zwar  nicht  so
leicht  errathen:  aber  da  sie  größtentheils  fast  nichts  anders
sind,  als  eine  Auswahl  der  apostolischen  7),  und  da  sie  besonders
  zu  den  Zeiten  des  Chrysosiomus  sehr  berühmt  wurden
  ½##),  so  liegt  vielleicht  in  diesen  zwei  Umständen  ein
Theil  der  Veranlassung,  wodurch  es  geschehen,  daß  diese

*)  Dieß  hat  vortrefflich  gezeigt  Beveregius  Codice  Canon.  Eccl.
Primitivs  vindicato.  L.  I.  c.  4.  pag.  26  —  39.
*%  s.  Palladii  vita  Chrysostomi.  C.  VIII.  eic.