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gebenheit,  sondern  Aechtheit  oder  Unaͤchtheit  solcher  allgemeinen
  Kirchengesetze,  wie  keine  in  der  ganzen  alten  christlichen
Kirche  weder  in  Ruͤcksicht  auf  Ansehen,  noch  in  Ruͤcksicht
auf  Publicitaͤt  waren.  Wenn  sich  das  Zeugniß  des  Maruthas
  mit  den  uͤbrigen  Zeugen  auf  obige  Art  nicht  vereinigen
laͤßt,  sondern  ein  Zeugniß  auf  den  Ruin  des  andern  gegruͤndet
  werden  muß,  so  ist  wohl  in  der  ganzen  Geschichte  kein
Beispiel  aͤhnlicher  Entgegensetzung.  Selbst  das  große  historische
  Raͤthsel:  welchen  man  in  der  alten  persischen  Geschichte
zum  Führer  nehmen  solle,  Herodot,  Ctesias  oder  Fenophon?
hat  doch  nicht  solche  Schwierigkeiten.  Unterschied  in  Erzählung
  gewisser  Begebenheiten,  wenn  sie  selbst  auch  von  Augenzeugen
  erzählt  werden,  läßt  sich  immer  wohl  begreifen,
besonders  wenn  einer  der  Erzähler  von  Ctesias  Charakter
ist;  aber  Unterschied  in  Lieferung  gewisser  Aktenstücke,  wo
kein  Interesse  zu  Verstümmelung  oder  Vermehrung  derselben
zu  treiben  schien,  und  so  gänzlicher  Unterschied,  als  hier
zwischen  beiden  Theilen  statt  hat,  ist  in  einem  Fall,  wie
der  gegenwärtige,  eine  eben  so  unerwartete  als  unerklärliche
Erscheinung.

g.  28.

Entstund  nun  aber  Materien-Ordnung  fruͤhe  genug,
ehe  sich  durch  Vervielfältigung  der  Abschriften  auch  Fehler
dieser  Art  ausgebreitet  und  fortgepflanzt  hatten:  so  dienen
die  materienweise  geordneten  Sammlungen  wenigstens  immer
  mit  einiger  Sicherheit  zur  kritischen  Berichtigung  der
chronologisch  geordneten  Sammlungen.  Auch  die  urspruͤnglichen
  Abtheilungen  der  Canones  lassen  sich  auf  diese  Art
am  besten  wiederherstellen,  benn  es  ereignete  sich  doch  immer
etwas  seltener,  daß  mehrere  Schluͤsse  eben  derselben  Synode
auch  in  der  Materien-Ordnung  unmittelbar  auf  einander