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und  lateinischen  Sprache  beilegt,  uͤbernahm  unter  Pabst
Symmachus  dieses  Geschäft  auf  Zureden  des  Bischofs
Stephan  von  Salone:  und  so  schnellen,  so  ausgebreiteten
Ruhm  hat  sich  wohl  noch  kein  Uebersetzer  erworben  als
dieser.  Schon  Cassiodor,  der  doch  Dionysens  Zeitgenosse
war,  sagt  von  den  Kirchen-Kanonen,  welche  Dionys  übersetzt
  hatte,  usu  celeberrimo  Ecclesia  Romana  complectitur.
  Bisher  fand  man  nur  selten  einen  Kanon  in  Akten
der  römischen  Kirche  citirt;  was  endlich  auch  noch  angeführt
wurde,  waren  nicäische  uud  sardicensische,  als  ob  man  in
dem  römischen  Kirchen-Archiv  nichts  als  die  Schlüsse  dieser
zwei  Synoden  gehabt  hätte;  jetzt  aber,  sobald  Dionps  seine
Uebersetzung  herausgab  2),  werden  häufiger  Canones  angeführt,
  und  meisiens  immer  nur  nach  Dionysens  Uebersetzung
  angeführt.  Dionys  sammelte  und  übersetzte  gar
nicht  unter  böffentlicher  Auktorität;  und  doch  bekam  seine
Sammlung  und  Uebersetzung  in  kurzer  Zeit  ein  solches  Ansehen,
  daß  Canones,  die  bisher  in  der  abendländischen  Kirche
entweder  bloß  für  eine  Provinz  galten,  oder  gar  nicht  bekannt,
  oder  vielleicht  sogar  bisher  verworfen  waren,  nun

*)  Die  Zeit,  wann  Dionyssus  seine  Uebersehung  und  Sammlung
fertig  gemacht  habe,  bestimmen  die  Vallerini  (Diss.  de  antid.
canon.  collect.  p.  135.)  folgendermaaßen.  Vor  dem  Jahr
555.  war  sie  gewiß  schon  fertig,  denn  Dionysius  selbst  citirt,  in
seiner  in  diesem  Jahr  geschriebenen  Epistola  paschali  ad  Petronium,
  sehon  einen  antiochischen  Kanon  nach  seiner  Uebersetzung.
Die  Sammlung  der  Dekretalen  hört  bei  Anastasius  dem  II.  auf;
sie  ist  also  wahrscheinlich  vor  dem  Ende  seines  Nachfolgers  gemacht
  worden,  und  da  nach  Dionpsens  eigener  Vorrede,  die
Kanonenübersetzung  vor  der  Dekrekalensammlung  gemacht  ist,
so  fällt  erstere  entweder  noch  unter  die  Regicrung  des  Anastasius,

  also  noch  in's  fünfte  Jahrhundert,  oder  längsteno  in  die

Seiten  seines  Nachfolgers  Symmachus.