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bracht  worden.  Das  war  aber  sonst  keine  Sache  der  Copisten,
  ihre  Zusätze  so  mit  dem  Ganzen  zu  verweben,  oder
nicht  bei  ibren  Verstümmelungen  aus  Vergessenheit  oft  Worte
  stehen  zu  lassen,  wodurch  die  Versinmmelung  von  selbst
verrathen  würde.  »

Ist's  nun  so,  daß  wir  hier  den  ersten  Entwurf  von
Dionysens  Sammlung  haben,  so  erhellt  hieraus  theils  die
Möhe,  die  sich  Dionys  bei  seinem  Werk  gab,  wie  er  ihm
durch  wiederholte  Ausarbeitungen  Vollständigkeit  und  Ordnung
zu  geben  suchte;  theils  zeigt  sich  auch  ein  merkwürdiger
Unterschied  zwischen  den  ältesten  Kanonensammlungen  der
karthagischen  Synode  vom  Jahr  419.  Es  muß  Handschriften
  gegeben  haben,  wo  die  daselbst  vorgelesenen  Schlüsse  der
vorhergehenden  Synoden  nicht  eingerückt  waren,  und  eine
solche  Handschrift  muß  Dionysen  zuerst  unter  die  Hände  gekommen
  seyn;  aber  warum  er  in  der  Revision  seines  Werks,
da  er  endlich  die  vollständigere  Handschrift  erhielt,  die.  Canones
  Nicaenos  nach  der  Uebersetzung  des  Philo  und  Evarisius
  hinwegließ,  die  er  doch  wahrscheinlich  auch  in  derselben
fand,  hat  vielleicht  seinen  Grund  bloß  darin,  weil  er  nicht
doppelt  Canones  Nicaencs  in  seiner  Sammlung  haben
wolltc.

Nun  zur  Beschreibung  des  zweiten  Theils  der  dionyfischen
  Sammlung,  welcher  die  Schreiben  der  rdmischen  Bischöfe
  enthält.

g.  38.

In  einer  Vorrede  an  Julin,  Mesbytern  der  Anastasienkirche
  zu  Rom,  der  ihn  zu  diesem  zweiten  Theil  seincs
Werks  aufgemuntert  hatte,  giebt  er  zuerst  Rechenschaft  von
der  Beschaffenheit  seiner  Arbeit,  und  alsdenn  folgen  die
Stücke  nach  chronologischer  Ordnung  auf  einander: