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beide  Theile,  sowohl  den,  der  die  Synodalschlüsse  öcgreift,
als  den,  der  die  Schreiben  der  rdmischen  Bischdfe  enthält,
riß  Alles  aus  der  chronologischen  Ordnung,  und  brachte  es
nach  Materien-Ordnung  unter  dreihundert  Titel.  Voran
setzte  er  cine  breviationem  canonum,  wo  sich  ebenso  unter
dreihundert  Titeln  der  kurze  Inhalt  der  im  Werk  selbst  mit
Dionnysens  eigenen  Worten  angeführten  eanones  mit  leichterer
Muͤhe  übersehen  ließ.  Diese  breviatio  war  also  eine  Art
von  Register,  und  weil  das  Regisier  auch  ohne  das  Hauptwerk
  selbst  brauchbar  war;  man  konnte  sich  durch  Hölfe  desselben
  in  jedem  codice  Dionysii  sogleich  die  Tertesworte
selbst  zusammensuchen:  so  wurde  das  Register  sehr  oft  einzeln
  abgeschrieben,  sehr  oft  den  Handschriften  der  dionysischen
  Sammlung  beigeschrieben,  und  so  geschah's,  daß  man
in  neuern  Zeiten  über  die  Frage  stritt,  ob  die  breviatio
und  concordia  (dieß  war  der  Name  des  Hauptwerké)  ein
Werk  oder  zwei  verschiedene  Werke,  vielleicht  sogar  von  zwei
verschiedenen  Verfassern  sepen:  was  älter  oder  jünger  sey,
das  spstematische  Skelet  oder  das  vollständige  System.  Durch
die  Untersuchungen  der  Ballerini,  welche  sechs  treffliche  Handschriften
  von  diesem  Werk  des  Eresconius  fanden,  worunter
sogar  eine  in's  achte  Jahrhundert  gehdrt,  isi's  nun  voͤllig  entschieden,
  daß  sie  beide  zusammen  nur  ein  Werk  ausmachen,
also  auch  bei  Ausgaben  nie  hätten  sollen  getrennt  werden  *).

*)  Die  wichtigsten  Ausgaben  pon  Cresconii  breviatio  canonum
sind  folgende.  Die  Ausgabe  von  Peter  Pithon,  Paris  1568.  8.  Ebenderselbe
  fügte  es  auch  seinem  codici  canonum  Ecclesis  Romaene
bei.  Justell  gab's  zuerst  als  Anhang  zum  Dionpffus  (Paris
1628.  8.)  heraus,  alsdenn  Bibl.  jur.  can.  T.  I.  peg.  456.
Chifflet's  Edition,  welche  mit  der  Abbreviation  des  Fulgentius
Ferrandus  zu  Dijon  1649.  4.  gedruckt  wurde,  ist  in  der  Bibl.
PP.  max.  Lugdun.  Tom.  IX.  pag.  486.  eic.  wiederholt.  Die