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rungen  und  Zusätze  bleiben.  Letztere  erforderte  der  zweite
Theil  immer  mehr  von  sich  selbst,  denn  die  römischen  Bischöfe
  nach  Anastasius  II.,  dem  letzten  in  Dionysens  Sammlung,
  wollten  sich  nicht  gern  weniger  berühmt  und  ihre
Verordnungen  weniger  geehrt  ansehen  lassen,  als  ihre  Vorfahren:
  ihre  Dekretalen  sollten  auch  ein  Theil  des  codicis  canonum
  werden.  Aus  Mangel  genugsamer  Kollationen  läßt
sich  die  ganze  Folge  von  Veränderungen  nicht  chronologisch
beschreiben.  Gewisse  Epochen  lassen  sich  machen;  und  wenn
man  auch  ungefähr  vermuthen  kann,  daß  gewisse  Veränderungen
  geraume  Zeit  vor  der  festgesetzten  Epoche  schon  gemacht
  worden  sepen,  so  läßt  sich  doch  kein  fester  Zeitpunkt
bestimmen,  die  Beschreibung  nach  Epochen  muß  also  für
hinreichend  gelten.  Die  ganze  übrige  Geschichte  ldst  sich
demnach  in  folgende  zwei  Fragen  auf:  wie  sah  die  dionysische
  Sammlung  zu  Hadrian's  I.  Jeiten  aus?  blieb  sie  von
dort  an  unverletzt  und  unvermehrt?  Wenn  nicht:  wie  steht
sie  denn  in  jüngern  Handschriften?  Hadrian  wird  als
Hauptepoche  angenommen,  weil  man  von  dem  Codice  canonum,
  wie  er  zu  seiner  Zeit  ausgesehen  habe,  höchst  zuverläßige
  Zeugnisse  hat,  und  woher  das  komme,  wird  sich
aus  nachfolgender  Erzählung  zeigen.

S.  44.

So  weit,  sich  auch  schon  vor  Hadrian's  des  I.  Zeit
Dionysens  Sammlung  und  Uebersetzung  in  die  vornehmsten
Kirchen  des  Occidents  verbreitet  hatte,  so  wäre  sie  vielleicht
doch  nie  zu  der  Allgemeinheit  und  zu  dem  forrdauernden
Ruhm  gelangt,  den  sie  endlich  erhielt,  wenn  sie  nicht  damals.
durch  einen  glücklichen  Zufall  einen  neuen  Zuwachs  von
Ansehen  und  Publicitaͤt  erhalten  haͤtte.  Karl  der  Große,
Raͤcher  der  paͤbstlichen  Ehre  gegen  die  Lougobarden,  und