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scheint,  keine  einzige,  welche,  durch  Aufschrift  oder  das  voranstehende
  Schreiben  Adrian's,  deutlich  verrieth,  daß  sie  den
von  Adrian  Karln  geschenkten  Codicem  enthalte.  Nun
mag's  zu  Hadrian's  Zeiten  die  verschiedensten  Exemplarien
von  der  dionysischen  Sammlung  gegeben  haben,  Eremplarien,
  die  vielleicht  auf  ganz  verschiedene  Art  vermehrt
waren;  und  wir  moͤchten  doch  eigentlich  nur  die  Beschaffenheit
  jenes  einzigen  Exemplars  wissen,  das  Karl  erhielt.  Es
vermehrt  vielleicht  auch  noch  den  Verdacht,  ob  wir  hier  eine
ganz  genaue  Beschreibung  des  Inhalts  des  zweiten  Theils
haben,  wenn  man  sieht,  daß  die  Handschrift,  aus  welcher
Pez  seine  altdeutsche  Glossen  abdrucken  ließ,  auch  constituta
Papae  Zachariae  in  sich  begriff  ?).

K.  47.

Auch  mit  Hadrian  hörte  das  Aendern  und  Vermehren
des  codicis  canonum  nicht  auf;  in  den  fränkischen  Staaten,
wo  er  sich  jelzt  recht  weit  ausbreitete,  hatte  er  zwar  nichts
zu  besorgen,  denn  auf  die  kurze  Dämmerung  des  Karolinischen
  Zeitalters  folgte  eine  Nacht,  viel  dicker  und  fürchterlicher
  als  vorher;  Unwissenheit,  und  also  gänzliche  Unkunde
der  Bücher  wurde  fast  allgemein,  und  das  ganze  Unglück,
das  dic  dionysische  Sammlung  jetzt  daselbst  betraf,  bestund
darin,  daß  die  Copisten  isidor'sche  und  dionysische  Handschriften
  ost  zusammengoßen,  daß  er  früh  in  eine  fast

%  Pez  thesaur.  anecdotor.  noviss.  T.  I.  peg.  575.  eic.  hat  in
seinen  miscellaneis  Theotiscis  einige  altdeutsche  Wörter,  welche
einem  codici  csnonum  Dion)ysiano  als  Glossen  beigeschrieben
waren,  gesammelt.  Sowohl  Fabricius  in  Bibl.  med.  et  infim.
letinilatis,  als  Cave  in  bistor.  Scripit.  Eccles.  machen  aus
der  ganzen  Handschrift  eine  altdeutsche  Uebersetzung  des
Dionypsius.  -