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Kelzerliste  von  Anfang  der  Kirche  bis  auf  Constantin.  In
der  Kanonen-Sammlung  des  Nestorianers  Abulfarag  Benattib
  7),  welcher  im  Jahr  1043  starb,  gehdren  folgende
bieher:  Kanonen  und  Constitutionen  der  Apostel,  Anchrische,
Gangrische,  Neucäsareische,  Laodiceische,  Amtiochische,  Karthagische,
  Nicäische,  Constantinoplische,  Chalcedon'sche.
Ebedjesu  in  seinem  Catalogus  librorum  Syrorum  °#)
führt  unter  dem  Titel  Synodus  Occidentalium  bloß  folgende
  an:  Apostolische,  Nicäische,  Constantinoplische,  Gangrische,
  von  der  ungerechten  Ephesischen,  Chalcedon'sche  und
Antiochische.  Assemann  bemerkt  dabei,  daß  der  Nestorianer
die  Syrer,  Griechen  und  Lateiner  im  Gegensatz  der  Chaldäer
  und  der  dem  nestorianischen  Patriarchen  unterworfenen
Perser  und  Indier,  Abendländer  nenne.  Ebedjesu  selbst  in
seinem  Auszug  der  Synodalschlüsse  brauchte  diejenige  Cano“
nes  als  Nicäisch,  welche  Turrian  herausgab;  Constantinoplische,
  Ephesische  und  Chalcedon'sche  aber  hat  er  gar  nicht.
Sein  Zeugniß  scheint  zwar  überhaupt  betrachtet  für  die
gegenwärtige  Periode  viel  zu  jung  zu  seyn;  aber  es  wird
hier  nicht  als  sein  Zeugniß  betrachtet,  sondern  als  historische
Nachricht  von  der  damaligen  Kirchen-Observanz,  die  ihrer
Natur  nach  nicht  erst  jüngst  entstanden  seyn  kann,  sondern.
auf  dem  Lauf  etlicher  vorhergehenden  Jahrhunderte  beruht.
Wie  unzusammenhängend  und  disharmonisch  sind  aber  nicht
nur  diese  paar  Fragmente  von  dem  kanonischen  Recht  der
orientalischen  Dissidenten.  Welch'  ein  Unterschied  zwischen
dem  Verzeichniß  des  Elias  und  des  Abulfarag  Benattib;
und  doch  sind  diese  zwei  Männer  kein  halbes  Jahrhundert
von  einander.  Warum  hat  Ebedjesu  nichts  von  den  neu-5

  Assemann.  I.  c.  pag.  550.
%  Aesemann.  I.  c.  peg.  277  —  276.