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lungen,  machten  es  vielleicht  schon  fuͤr  sich  nothwendig,
daß  ein  Mann  von  Ansehen  und  der  noͤthigen  Gelehrsamkeit
  der  Veranstaltung  einer  neuen  Kollektion  sich  unterzoͤge.
Uebernahm  Photius  dieses  Geschaͤft,  so  konnte  er  sich  den
Ruhm  der  kirchlichen  Heiligkeit,  dessen  Wechsel  er  so  oft  in
seinem  Leben  erfahren  mußte,  auf  die  Nachwelt  ziemlich  zuverlaͤßig
  versichern,  denn  die  Synoden,  welche  gegen  ihn  gehalten
  worden  waren,  ließ  er  aus  seiner  Sammlung  hinweg,
und  war  das  Andenken  dieser  Synoden  unterdruͤckt,  hingegen
das  Andenken  derjenigen,  die  fuͤr  ihn  gesprochen  hatten,
fortdauernd  gemacht:  so  konnte  es  nicht  fehlen,  sein  Name
wurde  so  gut  als  kanonisirt.

Er  schrieb  ein  Syntagma  Canonum  und  einen  Nomokanon,
  gerade  wie  Johann  von  Antiochien.  Ein  paar
andere  kleine  Nebenarbeiten,  die  auch  hieher  gerechnet  werden
könnten,  verdienen  keine  ausführliche  Anzeige  *).  Ersteres
hat  man  noch  nicht  gedruckt;  aus  Recensionen  einiger
Wiencrischen  Handschriften  bei'm  Lambecius  weiß  man  aber
ungesähr,  aus  welchen  Stücken  dasselbe  bestund  '#);  nur
muß  auch  hier  Zuverläßigkeit  erst  von  der  Kollation  mehrerer
  Handschriften  erwartet  werden,  weil  sonst  nicht  anders
Photius  Arbeit  von  den  Zusätzen  der  Nachfolger  und  auch
der  Scholiasien  unterschieden  werden  kann.

Der  Codex  conon.  Conecilii  Trullani  ist  um  folgende
Stücke  in  dem  Syntagma  vermehrt:

1)  Zu  den  Synodalschlüssen  kamen  hinzu  die  vom  Concilium
  Trullanum  selbst;  die  Canones  der  zweilen  nicäischen;
  17  Schlüsse  der  constantinoplischen  Synode  vom
Jahr  361;  3  Schlüsse  einer  dasigen  Synode  vom

’%  s.  Cave  hist.  scriptt.  Eccles.  art.  Photius.
5%  Commentar.  Bibl.  Vindob.  L.  VI.  p.  51.  L.  VIII.  p.  43  1.