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Jahr  879.  Hingegen  fehlt  der  Canon  der  Karthagischen
  Synode,  dessen  die  PP.  Concilii  Trullani  ganz
zuletzt  gedenken.

2)  Die  Vermehrungen  oder  Veraͤnderungen  des  zweiten
Theils  der  kanonischen  Briefe  sind  sehr  schwer  anzugeben:.
  vielleicht  sind  manche  Stuͤcke,  die  man  hieher  rechnet,
  bloß  Stücke,  welche  dem  Codici,  den  Lambecius
vor  sich  hatte,  nur  eingeschrieben  worden  sind,  ohne  daß
sie  einen  Bestandtheil  des  Syntagma  selbst  ausmachen
sollten.

Vom  Nomokanon  lassen  sich  bestimmtere  Nachrichten
geben,  weil  man  ihn  gedruckt  hat  2).  Idce  des  Werks  ist
die  nehmliche,  wie  bei  Johann  von  Antiochien;  in  der  Ausführung
  unterscheiden  sie  sich  nicht  allein  dadurch,  daß  Photius
  die  nach  Johann's  Zeiten  gegebene  kaiserliche  Verordnungen
  und  angenommene  Spnodalschlüsse,  auch  kanonische
Schreiben  der  Väter,  unter  die  gehdrigen  Titel  eintrug,  sondern
  Photius  hat  auch  nur  vierzehn  Titel,  da  Johann
Scholastikus  fünfzig  annahm.  Den  ephesischen  Schlüssen
setzte  er  das  Schreiben  dieser  Synode  an  die  pamphilischen
Bischdfe  bei:  die  drei  Canones  der  constantinoplischen  Sy-%

  Pholli  Nomocanon,  graeoe,  cum  versione  latina  Henr.  Agy-Iaei
  et  commentarüs  Theod.  Balsamonis.  Christoph.  Justellus
ex  Bibliotheca  Palatina  nunc  primum  edidit.  Accessere  ejusdem
  Photii,  Nili  et  Anonymi  tractatus  de  synodis  ocumenicis
  ex  Bibl.  Sedenensi  ab  codem  Justello  nunc  primum  grace
editi.  Lutet.  Paris.  1615.  4.  Ist  eingeruckt  in  der  Bibl.  jur.
can.  T.  II.  p.  785.  elc.  Mit  Balsamon's  Commentarien  kam
er  östers  heraus.  Die  Bemerkung  dieser  Ausgaben  gehört  aber
nicht  hieher,  sondern  vielmehr  zu  Balsamon's  Geschichte.  Photius
  gab  seinen  Nomokanon  um  das  Jahr  885  heraus;  so  bestimmt
  er  selbst  die  Zeit  in  seiner  Vorrede.