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schoͤfe  zugegen.  Eine  Kirche,  die  mit  allen  uͤbrigen  in  so  genauer
  Verbindung  stund,  in  welcher  das  Synodenhalten
schon  so  frühe  gewöhnlich  zu  werden  schien,  und  in  welcher
so  thätige  und  der  morgenländischen  Kirchen=  Einrichtungen
so  kundige  Männer  waren,  hat  der  Kanonen-Sammlungen
gewiß  nicht  lange  entbehrr;  aber  die  schreckliche  Revolution,
welche  besonders  Spanien  zu  den  Zeiten  der  großen  Völberwanderung
  erlitt,  hat  uns  ohne  Zweifel  manches  schätzbare
Dokument  der  dasigen  Kirchen-Geschichte  geraubt,  und  das
wenige,  das  ctwa  noch  da  ist,  ist  noch  nicht  mit  Fleiß  zusammengesucht
  und  gesondert  worden.  Unter  den  mechrern
verschiedenen  Kanonen=  Sammlungen,  die  vielleicht  auch  hier
mit  eben  der  Mannigfaltigkeit  wie  in  andern  Ländern  gemacht
  wurden,  erhielt  sich  vorzüglich  eine,  breitere  sich  in
Afrika  und  Gallicn  aus,  wurde  von  Zeit  zu  Zeit  mit  neuen
Stücken  vermehrt,  und  endlich  durch  einen  unglücklichen  Zufall,
  nachdem  ihr  ein  wesifränkischer  Betrüger  den  größten
Zusatz  gegeben  hatte,  siegreiche  Nebenbuhlerin  der  dionysischen
Sammlung.  Die  ältesie  Geschichte  derselben  liegt  im  tiefsten
Dunkel:  Verfasser,  Zeit  und  Vaterland  ihrer  Entstehung,
erste  Beschaffenheit  derselben,  ersie  Schicksale  ihres  Wachsthums
  —  sind  lauter  unbeantwortbare  Fragen.  Man  heißt
sie  wohl  am  geschicktesien  die  spanische  Sammlung:  aber
welchen  Namen  für  die  Uebersetzung?  Der  Name  spanischer
Uebersetzung  wärc  ungeschickt,  weil  man  sich  nicht  immer  sogleich
  erinnert,,  daß  er  bloß  eine  in  Spanien  gangbare  lateinische
  Uebersetzung  bedeuren  soll,  und  sie  war  auch  nicht
einmal  allein  in  Spanien  gangbar,  sondern  eben  so  gebräuchlich
  in  Gallien,  und  vielleicht  ist  Gallien  ihr  Vaterland.
  In  den  Concilien-Sammlungen  steht  sie  unter  dem
Namen  der  Ucbersetzung  des  Isidorus,  das  soll  so  viel
heißen,  als  —  Uebersetzung,  wie  sie  Isidorus  in  seinem