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der  Urkunde  selbst,  sondern  abgekuͤrzt;  nach  den  Materien
in  232  Titel  geordnet.  Außer  den  afrikanischen  Concilien,
die  er  eingeruͤckt  hat,  und  bei  welchen  er  ganz  von  Dionysius
  abgeht,  brauchte  er  nicäische,  sardicensische,  ancyrische,
neucaͤsareische,  gangrische,  antiochische,  laodiceische  und  constantinoplische
  Schluͤsse.  Alle  nach  der  sogenannten  isidorschen
  Uebersetzung,  wie  sich  aus  beibehaltenen  unleugbaren
Eigenheiten  derselben  zeigt;  auch  selbst  die  nicaͤische  nicht
ausgenommen,  denn  die  ballerinische  Beobachtung  0)  beweist
nicht,  was  sie  beweisen  soll;  und  wenn  Ferrandus,  wie
von  diesem  angenommen  wird,  die  Uebersetzung  des  Philo
und  Evaristus  bei  den  nicäischen  gebraucht  hätte,  wie  sollten
in  seiner  Haudschrift  nicäische  und  sardicensische  Schlüsse
so  an  einander  sich  angeschlossen  haben,  daß  Ferrandus  den
letzten  nicischen  Kanon  als  den  ersten  sardicensischen  anführen
  konnte?  Daß  er,  der  Vertheidiger  der  drei  Kapitel,
keine  chalcedon'schen  Schlüsse  hat,  kommt  wohl  nirgends  anders
  her,  als  weil  seine  Arbeit  nichts  anders  seyn  sollte,
als  kurze  Materien-Ordnung  eines  codicis  canonum  Africanorum
  und  einer  gewissen  Uebersetzung  griechischer  Synodalschlüsse.
  Was  er  in  diesen  zwei  Handschriften  nicht  fand,
that  er  nicht  hinzu.

Beller.  diss.  pog.  67.  wirb  ean.  8.  de  Catharis  nach  der  alten
römischen  Uebersetzung  mit  can.  8.  bei  Ferrandus  verglichen,  und
die  Vergleichung  zeigt,  daß  Ferrandus  die  alte  römische  Uebersetzung
  der  nicäischen  Schlüsse  gewiß  nicht  gebraucht  hat:  aber
eben  dieselbe  Uebereinstimmung,  welche  er  bei  diesem  con.  8.
mit  der  Uebersetzung  des  Philo  und  Evaristus  zu  haben  scheint,
hat  er  auch  mit  der  isidor'schen,  also  kann  diese  Vergleichung
nichts  gegen  die  isidor'sche  Version  beweisen.

Daß  Uebersetzung  des  Philo  und  Evaristus  diejenige  sev,
welche  aus  Gelegenheit  der  apiariusischen  Händel  von  Constantinopel
  gebracht  wurde,  ist  jedem  Leser  erinnerlich.