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vorhatte,  nicht  zu  Stand  kam  *)!  Woher  der  Beisatz
Isidorus  Mercator  komme,  kann  nun  als  ausgemacht
angenommen  werden,  nachdem  man  aus  einer  großen  Menge
von  Beispielen  weisi,  daß  die  Bischoͤfe  die  Gewohnheit  hatten,
ihrem  Namen  das  Wort  Peceator  aus  Demuth  beizusetzen.
  Vielleicht  daß  Pseudisidor's  eigene  Unwissenheit  schon
so  groß  war,  aus  Peccator,  das  er  in  seiner  aͤchten  Handschrift
  fand,  Mercator  zu  machen.

Wenn  es  nun  nach  allen  diesen  Voraussetzungen  nichts
als  Betrügerei  ist,  welcher  wir  so  viele  Schreiben  der  rômischen
  Bischöfe  der  vier  ersten  Jahrhunderte  zu  danken  haben:
was  war  die  Absicht  dieser  Betrögercien?

K.  66.
Man  hat  diese  öfters  nach  dem  Erfolg  bestimmt,  und
weil  man  freilich  sonnenklar  sah,  daß  durch  diese  Erdichtungen
  der  Bischof  zu  Rom  an  Macht  und  Reichthum  zum
wahren  Despoten  der  Kirche  geworden,  auch  durch  die  übrige
  Geschichte  des  Romischen  Hofs  gar  nicht  gehindert
wurde  anzunehmen,  daß  er  sich  zu  Erweiterung  seines
Regiments  solche  Mittel  bereitet  haben  könnte,  so  entschied
man  hieraus  sogleich  die  erste  Absicht  der  pseudistdor'schen
Dekretalen,  Aber  alle  jene  ausschweifende  Erhebungen  des
Rdmischen  Bischofs,  welche  wirklich  den  größten  Theil  derselben
  ausmachen,  jene  kühne  Mißhandlungen  aller  damals
gültigen  Kirchenrechte,  Herabsetzung  der  Metropolitan-Jurisdiktion
  und  gänzliche  Entkrästung  der  Auktorität  der  Provincial-Synoden,
  konnen  doch  von  keinen  deutschen  Geistlichen
  aus  bloßer  ganz  besonderer  Vorliebe  gegen  den  ersten

*)  Sie  sollte  in  den  zweiten  Tomus  seiner  Epistolae  Romenor.
Pontisicum  kommen.