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ren,  und  das  war  denn  ein  wackerer  Christ,  der  es  sich
recht  zur  Ehre  rechnen  konnte,  auch  tausendjährige  Pitens
sich  auflegen  zu  lassen.

Es  gehbrt  nicht  hieher  zu  zeigen,  was  für  einen  Ausgang
  das  alles  endlich  nehmen  mußte:  aber  um  den  Geist
dieser  Bußbücher  und  das  abscheuliche  Detail  der  hier  tarirten
  Sünden  recht  kenntlich  zu  machen,  so  ist  noͤthig,  nur
einige  Beispiele  anzuführen.  Man  sollte  seinen  Augen  nicht
trauen,  daß  eine  so  verkehrte  Schätzung  selbst  in  den  beliebtesten
  Pönitentialien  statt  gehabt  habe,  als  man  hier  in  den
meisten  Fällen  gewahr  wird.

Im  rdmischen  Bußbuch  heißt  es:  si  quis  per  semer
ibsum  forniceverit,  aut  cum  jumento  aut  cum  qualibet
quadropede,  tres  annos  poeniteat.  Und  noch  einmal  so
viele  Jahre  Pdnitenz  wurden  dem  Geistlichen  gesetzt,  qui
Postquam  se  Deo  voverit,  ad  habitum  secularem  redierit,
  sicut  canis  ad  proprium  vomitum,  vel  uxorem
duxerit.  Bald  darauf  heißt  es:  Si  quis  avorlum  tecerit
voluntarie,  tres  annos  poeniteat,  unum  in  Pane  et.
aqua.  Gerade  gleiche  Strafe  war  auch  auf  das  Zinsenehmen
  gesetzt.  Wer  einen  todtgefundenen  Fisch  ißt,  muß  vier
Wochen  fasten;  und  eine  Woche,  wenn  er  aus  einem  Brunnen
  trinkt,  worin  eine  Henne  ertrunken  ist.  Ein  anderes
Poenitentiale  (s.  Morini  app.  pag.  24.)  setzt  auf  diese
wichtige  Sünde  40  Tage  Buße.  7).

")  Morini  app.  pag.  35.  Qui  occiderit  monachum  ant  clericum,
erma  relinqust  et  Deo  serviet,  vel  seplem  annos  poenitest.
Qui  laicum  doli  meditatione  vel  copiditate  possidendsae  haereditatis
  ejus,  annos  tres.  Der  Mönch  war  also  mehr,  denn
noch  einmal  so  viel  werth  als  ein  gemelner  Laie!

Pag.  35.  Si  quis  Episcopus  vel  aliquis  ordinstus  in  ordi.
nibus  Ecclesiasticig  in  consuetudine  vitium  ebrietatis  habuerit