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den  Namen  Egbert's  vor.  Sie  sind  aber  nichts,  als  ein
hochst  ungetreuer  Auszug  aus  dem  großen  Werke  Egbert's,
welchen  ein  Diakonus  Gukarius  machte  ?).  So  ist  auch  das
Poenitentiale,  das  Wilkins  (Cono.  Brit.  Tom.  I.  pag  1  13.
etc.)  zum  erstenmal  herausgab,  gewiß  nicht  von  Egbert,  ungeachtet
  dieser  es  ihm  zuschreibt.  Die  Ballerini  haben  bei
Vergleichung  mehrerer  Vatikanischen  Handschriften  gefunden,
daß  das  Werk  zwar  wirklich  aus  dem  Zeitalter  Egbert's  ist,
aber  einem  andern  bisher  unbekannten  Verfasser  gehdrt,
welcher  die  Arbeit  auf  Bitten  eines  Abts  oder  Bischofs
unternahm  70).

.  9.

Unter  den  Bischoͤfen  des  fränkischen  Reichs  scheint
Halirgarius,  Bischof  von  Cambrai,  der  erste  gewesen  zu
seyn,  der  ein  cigenes  Bußbuch  schrieb.  Beda  und  Egbert
und  das  sogenannte  Poenitentiale  Romanum  waren  vorber
  die  gebrauchtesten;  weil  aber  durch  die  Verschiedenheit
dieser  oft  sehr  von  einander  abgehenden  Schriftsteller  Unordnung
  einriß,  so  suchte  mancher  Bischof  wenigstens  in  seiner
Didcese  eine  gewisse  Einföriigkeit  zu  erhalten,  und  ließ  für
seine  Didcese  eine  solche  Sündentare  aufsetzen.  Auf  Bitten
des  Erzbischofs  von  Rheims  Ebbo  schrieb  Halitgarius  seine
fünf  Bücher  de  vitiis  et  virtutibus,  remedlis  beccatorum,
et  ordine  vel  indiciis  poenitentiae.  Die  bekannteste
Ausgcbe  ist  die  von  Canisius  in  antid.  lect.  (ed.  Basnag)
T.  II.  P.  II.  pag.  87.  In  den  Bibliotheken  der  Kirchen-*)

  v.  Jac.  Warscum  in  annot.  ad  Syn.  S.  Patricii  in  edit.  Londin.
  1656.  Opp.  Patricii.  coll.  Opp.  Leonis  T.  III.  (Ed.  Boller.)
  pag  CCLXX.  ·

.")Ballekiniok.diss.cksantiquiscsnots.collect.psg.2y-.