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sollte,  welche  für  eine  der  wichtigsten  Kirchen  des  fränkischen
Reichs  bestimmt  war.  Uebrigens  war  er  ganz  gewiß  in
seinem  und  den  nachfolgenden  Zeitaltern  einer  der  gangbarsten
  Kanonisten,  denn  man  finder  von  ihm  viel  mehrere
Handschriften,  als  von  andern,  seine  Nachfolger  und  nicht
nur  die  unmittelbaren,  sondern  auch  die  entferntern  haben
ihn  sichtbar  gebraucht,  er  hatte  durch  Burkarden  und  VYvo
auf  Gratian  Einfluß.

Die  vorzüglichsten  Ausgaben  des  Regino  sind  folgende.
Helmstädt  1659.  4.  Der  berühmte  Theologe  Joachim  Hildebrand
  beforgte  diese  erste  Edition  aus  einer  Handschrift
der  dasigen  Universitätsbibliothek.  Verbessert  und  mit  wichtigen
  Stücken  von  Baluze  vermehrt  erschien  die  zweite  Ausgabe
  Paris  1671.  8.  In  Harzheim's  Concilien  (T.  II.
p.  438  —  582.)  ist  Baluzens  Tert  beibehalten.

.  15.

Zu  Ende  des  zehnten  Jahrhunderts  gab  ein  Abt  des
Klosters  Fleury,  Abbo,  eine  neue  Sammlung  heraus.  Sie
ist  weit  nicht  so  vollständig,  auch  nicht  für  glelchen  Zweck
eingerichtet  als  Regino's  Sammlung.  Die  Kapitularien
sind  doch  noch  nicht  ganz  aus  derselben  verschwunden:  eine
merkwürdige  Erscheinung,  wenn  man  sich  erinnerk,  wie  sein
Zeitgenosse  Burkard  von  Worms  jede  Spur  derselben  so
sorgfältig  aus  seiner  Sammlung  hinwegzulöschen  sucht.  Vom
falschen  Isidorus  ist  hier  nichts  aufgenommen,  so  oft  ihn
auch  die  Materic  darauf  hinzufähren  schien.

Mabillon  in  seinen  analectis  (Tom.  II.  peg.  248.
edit.  in  fol.  p.  135.)  hat  diese  Sammlung  herausgegeben.
Sie  besicht  nur  aus  52  Kapiteln.

§.  14.
Eine  Sammlung  von  viel  größerem  Umfang  als  beide
vorhergehende,  unternahm  Bischof  Burkard  von  Worms.