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dem  Inhalt  und  der  Authenticität  dieser  Schenkungs-Urkunden
  gestritten  wird,  auch  bei  sorgfältigster  Durchsuchung
dieser  Sammlung  nichts  zu  Aufklärung  dieser  Fragen  beitragen
  mochten?  Außer  dem,  was  von  solchen  die  ddmische
Kirche  besonders  interessirenden  Stücken  eingerückt  wurde,
sind  die  Quellen  der  ganzen  Sammlung  wieder,  wie  gewöhn,
lich,  Pleudisidor  und  das  ganze  Gefolge  von  Synoden  und
Kirchenvätern,  das  ein  Sammler  wie  der  andere  anführt.

.  19.

Bonizzo,  der  dritte  Sammler  im  letzten  Viertel  des  eilften
  Jahrhunderts,  war  nicht  nur  wie  beide  vorhergehende
eifriger  Vertheidiger  der  Kirchenfreiheit,  sondern  auch  Märtyrer
  für  dieselbe.  Erst  war  er  Bischof  von  Sutri,  dort
hinweggejagt  kam  er  nach  Piacenza,  und  hier  verfuhr  seine
Gegenpartie  so  übel  mit  ihm,  daß  er  an  ihren  Mißhandlungen
  starb.  Seine  Kanonensammlung  kam  erst  nach  dem
Jahr  1089  zu  Stande.  Sie  theilr  sich  in  zehn  Bücher  und
hat  den  Titel  Decretale  sive  Syntagma  Decretorum  Eoclesiesticorum.
  Sie  hat  vor  der  großen  Zahl  ihrer  Schwestern
  nichts  besonderes,  alles  liegt  bei  ihr  noch  unausgesondert
  durch  einander,  Moral  und  Dogmatik  und  Kirchenritual
  und  Kirchenrecht;  die  Materien  haben  sich  mehr  zusammengefunden,
  als  daß  sie  geordnet  da  stünden.  Auch  die
Quellen,  aus  welchen  sie  geschöpfr  ist,  sind  ganz  eben  dieselben
  mit  den  Quellen  der  andern  Sammler;  wenn  je  Bonizo
  bei  den  Quellen  selbst  war,  und  nicht  aus  ein  paar  andern
  Sammlungen  die  dritte  gemacht  hat.  Nicht  weiter  als
dem  Namen  nach  ist  ein  gewisser  rômischer  Presbyter  Gregorius
  bekannt,  der  zu  Ende  des  eilften  Jahrhunderts  eine
Sammlung,  unter  dem  Titel  Polycarpus,  in  acht  Büchern
gemacht  hat.  Ein  spanischer  Bischof  Didacus  von  Compo=