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gluͤcklich  zu  treffen,  wenn  sich  der  Hauptfaden  der  Universalkirchenhistorie
  von  einem  Reich  in  das  andere  verlieren  soll.
8.  5.
Kirchenhistorische  Kritik.

Die  Zeugen  haben  Wahrheit  sagen  können  und  Wahrheit
  sagen  wollen,  dieß  ist  sonst  Summarium  aller  hisiorischen
  Kritik,  aber  wenn  nicht  schon  überhaupt  immer  das
Wollen  so  gar  schwer  zu  beweisen  wäre,  wie  viel  schwerer
als  irgend  sonst  in  einer  Geschichte  läßt  sich  hier  das  Können
  darthun  7  Ein  ehrlicher  Mann,  aber  vielleicht  von  den
ersten  Jahren  der  Jugend  her  in  das  Interesse  einer  gewissen
  Partie  verstrickt,  bei  sortgehendem  Alter  durch  eine
Menge  der  feinsten  Bande  immer  genauer  mit  derselben  vereinigt,
  voll  von  dem  Gedanken,  daß  die  Sache  seiner  Partie
  Gottes  Sache  sey,  vielleicht  auch  nicht  unbillig  durch
manche  Fehler  des  Gegentheils  gereizt  —  wer  kann  von
diesem  Manne  reine  Wahrheit  erwarten?  Und  wer  erkennt
doch  nicht  hier  das  Bild  von  manchem  Kirchen-Geschichtschreiber,
  der  Quelle  ist?

In  welcher  Geschichte  giebt  es  auch  besonders  in  den  ersien
  dunklern  Zeiten  so  viele  unterschobene  betrügerische
Schriften?  Wissen  wir  nicht  von  Zeiten,  wo  es  Grundmarime
  in  einem  der  blühendsten  Theile  dieser  Gesellschaft
war,  daß  Betrügereien,  welche  zum  Vortheil  der  Gesellschaft
  geschehen,  verdienstlich  seyen?  Wie  wachsam  und  argwöhnisch
  muß  also  nicht  die  Kritik  seyn  7  Und  wird  alle
ihre  Wachsamkeit  vor  der  Tauschung  sich  hüten  können,  oft
die  Stimme  triumphirender  Partien  für  die  Stimme  der
Wahrheit  zu  halten?

"  «  Z.6.
Fliessen  aber  schon  die  ersten  Quellen  der  Kirchengeschichte