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bindlichkeiten  der  Kirche  betreffen,  muͤssen  bei  jedem  einzelnen
  Reich,  von  dessen  Kirche  die  Rede  ist,  nachgesucht  werden.


6.  8.

Unter  die  ersten  Bearbeiter,  zum  Theil  aber  auch  Zeugen
  gehoͤren:

Eusebius,  B.  zu  Cäsarea  in  Palaͤstina.  In  den  zehen
  Büchern  seiner  Kirchengeschichte  saßt  er  nach  seiner  Art
alles  von  Christi  Geburt  bis  auf  das  J.  324  zusammen.
Seine  vier  Bücher  von  Constantin's  des  Großen  Leben  sind
gleichsam  das  Supplement).

Sokrates  und  Sozomenus  zwei  Advocaten  zu
Constantinopel  setzen  ihn  fort.  Jener  in  sieben  Büchern  vom
J.  306  =  439,  dieser  in  neun  Büchern  vom  Jahr  323.423.

Mit  ihnen  läuft  parallel  des  B.  Theodorit's  Kirchengeschichte
  vom  Jahr  323.  427.  «

Gemeiniglich  sind  mit  diesen  vier  Geschichtschreibern  noch
ein  Auszug  aus  dem  Arianer  Philostorgius,  Fragmente
  des  Theodorus,  und  die  Geschichte  des  Evagriue
  verbunden.  Diese  Reihe  von  Geschichtschreibern  reicht
bis  504).

Die  Historiker  des  mittlern  Zeitalters  sind  zwar  sehr
häufig  mehr  Kirchenhistoriker  als  Staatzgeschichtschreiber,
man  hat  auch  manche  von  ihnen,  welche  ihrem  Werk  den
Titel  Kirchengeschichte  gaben,  aber  sie  sind,  wenn  sie  das

*)  Stroth's  Ausgabe,  Halle  1770.  8.

**)  Duvalols  gab  sse  mit  trefflichen  Anmerkungen  Paris  1650,
in  3  Fol.  heraus.  Der  fehlerhafte  Teutsche  Nachdruck  ist
häußger.  Die  neueste  Ausgabe,  zu  welcher  wenigstens  auch
einiger  jheue  Beitrag  hinzukam,  ist  von  Reading,  Cambridge
1720,  fol.