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Jak.  Basnage  ?')  hat  viele  von  Mosheim's  Fehlern
und  Tugenden;  als  Widerleger  von  Bossuet  sehr  schaͤtzbar,
in  allem  was  sich  nicht  dahin  zieht,  höchst  unzuverlässig.
Sam.  Basnage  hat  die  erregten,  Erwartungen  weniger
erfuͤllt  *).  Möchte  doch  J.  A.  Turretin  mehr  als  nur
ein  Compendium  geschrieben  haben!

§&amp;.  II.

Card,  Baronius  sollte  die  Wunde  heilen,  welche
Flacius  mit  seinen  Collegen  der  Röm.  Kirche  geschlagen
hatte.  Man  dankt  ihm  und  noch  mehr  seinen  Fortsetzern  besonders
  Rainald  die  Einrückung  vieler  wichtigen  Urkunden
  aus  dem  Vaticanischen  Archiv,  und  erstaunt  über  die
Macht  der  Parteilichkeit,  welche  vorzüglich  den  Baronius
durch  sein  ganzes  Werk  hindurch  blendete  ***).  Die  Kritik
des  Pag  i  ist  ein  Meisterstück,  sie  berührt  aber  vorzüglich

*)  Histoire  de  PEglise,  Botterd.  1699,  fol.  Vol.  II.

*  )Annales  politico-  ecclesjiastici  usque  ad  Imp.  Phocam,  Rotterdam
  1706,  3  Vol.  sol.

***)  Zuerst  erschien  Baronius,  Rom  1588,  Unterschied  der  Römischen
  und  Antwerpischen  Ausgabe.  Bei  der  Ausgabe  des
Mansi  (Lucca  1738,  18  Fol.)  hat  man  nicht  nur  Nainald's
Fortsetzung,  sondern  auch  die  Kritik  des  Pagi,  besondere  Anmerkungen
  des  Georgi  und  Manst,  nebst  einem  eigenen
Band  Apparatus  und  sehr  brauchbarer  Register.

Baronius  geht  nur  bis  1108.  Rainald  setzte  ihn  mit  mehrerer
  Unparteilichkeit  bis  1524  fort.  Die  Continuation  des
Dominicaner  Bzovius  geht  zwar  48  Jahre  weiter  fort,
aber  sie  erreicht  weder  die  Wahrheit  noch  Vollständigk  eit
des  erstern.  Eben  dieses  gilt  zum  Theil  sowohl  von  Laderchi,
  der  in  drei  Theilen  die  Geschichte  von  15066  —  1571
begreift,  als  auch  von  dem  in  Fortsehung  des  Baronius
gar  zu  kurzen  Spondanus,  der  in  zwei  Bänden  die  Geschichte
von  1198  —  1638  erzählt.