Perioden  und  Plan

der

Kirchengeschichte.

I.  Zeiten  der  Unterdrückung  und  daher  manchmal
  frommer  Mythologie  bis  auf  Constantin  den
Großen.  Gränzpunct  Synode  zu  Nicäa,  325.

Die  Kirche  dieses  Zeitalters  hat  alle  Fehler  und  alle
Tugenden  eines  Proselyten.  Ihre  Verfassung  wird  nach
und  nach  aristokratisch.

Ihr  Lehrbegriff,  so  fern  allmählich  etwas  dieser
Art  entsteht,  keimt  vorzüglich  im  Orient  fast  ganz  aus
versuchten  Ideen  von  der  Person  Jesu;  noch  hinzugenommen,
  was  von  Meinungen  und  Lehren  aus  dem  Widerspruch
  gegen  Juden  und  Heiden  und  aus  der  Lage  eines
  verfolgten  entspringen  mußte.

Apostel.  Origenes.  Athanasius.

II.  Zeiten  theologischer  Streitigkeiten.  Von
Constantin  dem  Großen  bis  zum  Anfang  des  siebenten
Jahrhunderts  oder  bis  Muhämmed  kam.  Dreihundert
Jahre.

Der  Unterdrückte  wird  Herr.  Vier  große  Prälaten
des  Rdmischen  Reichs,  die  sich  nach  und  nach  in  den
Rang  der  Oligarchen  emporschwangen,  zanken  sich
um  Vorzüge,  suchen  ihren  theologischen  Sprachgebrauch
einander  aufzudrängen.  Die  Hauptscenen  des  Kriegs  und
Signale  zu  immer  steigenden  Unruhen  sind  allezeit  Synoden.
  Bald  triumphirt  der  eine,  bald  wird  der  andere