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her  einer  der  ergimmtesten  Gegner  der  Christen,  schenkte  ih-3I1
  nen  endlich  zuerst  die  Ruhe  durch  ein  Edict,  und  Constan=313
  tin  vollendete  ihre  Freude.
.  6.
Mildernde  Umstände  dieser  Verfolgungen.

Indeß  die  Kirche  manche  solcher  Erschütterungen  leiden
mußte,  und  unter  diesen  drückenden  Umständen  viel  Gutes
und  Böses  in  derselben  sich  entwickelte,  so  gewann  sie  doch
immer  zugleich  an  Ausdehnung,  und  selbst  manche  der  Römischen
  Kaiser  waren  gnädiger  gegen  dieselbe  gesinnt,  als
man  hätte  erwarten  sollen.

Wo  Roͤmische  Legionen  hinkamen,  da  kamen  auch  Christen
  hin.  Spanien  hatte  gewiß  schon  im  zweiten  Jahrhundert
  seine  Kirche.  Von  Gallien  isi's  noch  erwiesener,  denn.
wer  kennt  nicht  den  Bischof  Irenäus  von  Lyon?  Britannien,
das  Vaterland  Constantin's,  ist  nicht  viel  jüngere  Tochter  des
Christenthums  als  Gallien,  und  wenn  die  Kirchenväter  Tertullian
  und  Irenäus  ihre  Worte  genau  abgewogen  haben,  so
gab  es  auch  schon  bei  uns  Deutschen  im  zweiten  Jahrhundert
  Chrisiliche  Kirchen).

Manches  Vorurtheil  gegen  die  Chrisiliche  Religion  muß
sich  verloren  haben,  nachdem  sie  bekannter  geworden,  und
besonders  durch  allgemeinere  Bekanntwerdung  der  Bibel  das
Leben  ihres  Stifters  in  seiner  ganzen  Vortrefflichkeit  aner-*)

  Die  Gothen,  welche  im  dritten  Jahrhundert  in  Mösien  und
Thracien  wohnten,  erhlelten  die  Christliche  Religion  durch  Zufall.
  Sie  führten  einige  Geistliche  aus  Kleinasien  als  Gefangene
  hinweg,  und  diese  machten  ihrer  Religion  unter  diesen
Barbaren  so  viel  Ehre,  daß  sich  hier  eine  eigene  Christliche

Kirche  bildete.
Iren.  adv  hacr.  I.  160.  Tertull.  adv.  Iud.  C.  VII.