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geändert  hatten.  Es  war  seit  langem  eine  Ungleichförmigkeit
  zwischen  der  Römischen  und  Kleinassatischen  Kirche  in
Haltung  des  Passa.  Dem  Beispiel  Christi  getreu  aßen  die
Christen  in  Kleinasien  das  Osterlamm  am  vierzehnten  nach
dem  Neumond,  und  am  siebzehnten  feierten  sie  das  Wiedergedächtniß
  der  Auferstehung  Jesu.  So  wurde  also  die  große
Fasten  unterbrochen,  welche  bis  auf  den  Tag  der  Auferstehung
  unverletzt  sollte  gehandelt  werden;  man  aß  das  Osierlamm
  zu  gleicher  Zeit  mit  den  Juden,  und  das  Fest  der  Auferstehung
  fiel  nicht  immer  auf  den  Sonntag.  «
Drei  Puncte,  die  der  Roͤmische  Bischof  unerträglich  fand,
der  in  seiner  Kirche  die  Gewohnheit  hatte,  das  Passa  in  der
Nacht  unmittelbar  vor  dem  Auferstehungefest  zu  essen,  und
das  Fest  selbst  immer  nur  an  einem  Sonntage  zu  halten.
Man  traktirte  einige  Zeit  mit  einander  wegen  dieser  Zwistigkeit,
  ohne  einstimmig  werden  zu  können.  Der  Rmische  Bischof
  Victor  wurde  endlich  so  heftig,  daß  er  die  Kleinassater
nicht  mehr  als  Brüder  erkennen  wollte.  Der  gebieterische
Ton  eines  solchen,  der  im  Grund  nichts  weiter  war  als  vornehmerer
  College,  kam  aber  damals  noch  so  sehr  zu  frühe,  daß
alle  über  den  Stolz  des  Bischofs  aufgebracht  wurden.  Unterdeß
  fangen  doch  nun  seit  dieser  Zeit  hierarchische  Zänkereien
in  ununterbrochener  Reihe  an,  sie  haben  den  wichtigsten  Ein.
fluß  auf  die  Bildung  der  Dogmatik,  und  zeigen  diesen  selbst
schon  in  der  gegenwärtigen  Periode.  Einen  wichtigen  Abschnitt
  dieser  Geschichte  machen  die  Märtyrer  und  Confessoren.
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Wuͤrkung  der  Maͤrtyrer  und  Confessoren  auf  die  Hierarchie.
Man  glaubte  dem  Manne,  der  fuͤr  das  Bekenntniß  der
Christlichen  Religion  weder  Leben  noch  Aufopferung  aller
Guͤter  theuer  achtete,  nicht  Ehre  genug  erweisen  zu  koͤnnen.