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ordentlich,  die  Gefahr  aber  zeigt  sich  um  so  größer,  welche  von
denselben  zu  befürchten  war.  Die  Kirchenzucht  beruhte  in
diesem  Zeitalter  fast  einzig  auf  den  verschiedenen  Gesetzen  oder
Gewohnheiten,  welche  die  Ausschließung  oder  Wiederaufnahme
  solcher  Personen  betrafen,  die  sich  gewisser  Verbrechen
schuldig  gemacht  hatten.  Es  mußte  bei  jeder  Kirche  fesigesetzt
  seyn,  welche  Vergehen  als  so  groß  angesehen  werden  sollten,
  und  in  den  ersten  Zeiten  war  Strenge  sehr  nothwendig.
Wie  viel  Vorwand  hätten  sonst  Juden  und  Heiden  bei  ihrer
(Verfolgung  gehabt,  wenn  nicht  die  Christen  einer  vollkommenen
  Unsträflichkeit  ihrer  Gesellschaft  sich  beflissen  hätten.
T0odtschlag,  Ehebruch  und  Abfall  zum  Götzendienst  waren
  die  drei  Verbrechen,  bei  welchen  keine  Hoffnung  zur  völligen
  Wiederaufnahme  war,  und  am  wenigsten  für  den  Geistlichen;
  an  welchem  jedes  Verbrechen  immer  doppelter  Strafe
werth  geachtet  wurde.  Manches  hielt  man  dabei  für  eine
Art  des  Abfalls  vom  EChristenthum,  was  doch  vielleicht  nur
zerster  Schritt  zu  demselben,  oder  mehr  augenblickliche  Verläugnung
  als  Apostasse  war.  Auf  solche  Gattungen  von
Verbrechen  war  alss  immer  eine  vorzügliche  Strafe  gesetzt.
Mancher  Christ,  um  seiner  Verfolger  los  zu  werden,
kaufte  sich  von  seinem  Statthalter  oder  Richter  einen  Schein,
daß  er  den  Göttern  geopfekt  habe,  er  glaubte  weniger  zu  fündigen,
  wenn  er  gesündigt  zu  haben  vorgab.  Mancher  glaubte,
den  Göttern  wenigstens  Weihrauch  streuen  zu  dürfen,  wenn
er  nur  nicht  Christliche  Religion  feierlich  verläugne,  oder  lieserte
  er  zwar  den  Verfolgern  die  Bibel  und  heilige  Gesäße
aus,  aber  er  ließ  sich  nicht  weiter  treiben.  Dem  Bischof
wurde  es  schon  sehr  übel  gedeutet,  wenn  er  bei  entstandener
Verfolgung  seiner  Gemeine  sich  nur  entzog.  e
Sobald  nun  der  ersie  Sturm  der  Verfolgung  ein  we-