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nigkeit.  Die  Taufformel  erhielt  ohne  dieß  die  drei  bezeichnenden
  Namen  in  beständigem  Angedenken,  und  der  Streit
mit  den  Heiden  über  die  Einheit  Gottes  gab  Veranlassung
zu  e  vielen.  Versuchen,  sich  so  anszudrücken,  daß  keine  dreifache
Gottheit  herauskomme.  Am  schnellsten  war  der  Knoten  aufgehauen,
  wenn  man  Jesum  für  einen  bloßen  Menschen  erklärte,
  der  zwar  der  größte  Prophet  gewesen  sey,  aber  doch
seine  ganze  Wörde  einzig  von  seinem  Prophetenamt  (gehabt
habe.  Es  war  deswegen  noch  nicht  nothwendig,  ihn  für  einen
  Sohn  Josephs  zu  halten.  Selbst  aber  auch  das  Wunder
  seiner  Geburt  wurde  von  einer  Partie  armer  Judenchristen
  ·  in  Palästina  geläugnet:  wie  wann  es  auch  so  lang
noch  nach  Jesu  Tod  zutreffen  sollte,  daß  der  Prophet  nirgends
  weniger  als  in  seinem.  Vaterland  gelte.

Viel  stärker  als  diese  Partie  war  wohl  jene,  welche  Jesum
  für  einen  Menschen  ansah,  mit  welchem  sich  eine  besondere
  goͤttliche  Kraft  vereinigt  habe,  und  ebenso  auch  den  heiligen
  Geist  bloß  fuͤr  eine  besondere  Kraft  Gottes  hielt,  welche
von  einer  gewissen  Wirkung  diesen  Namen  habe.

Kein  Weg  ist  unversucht  geblieben,  um  die  Lehre  von
der  Person  Christi  passender  zu  machen;  denn  einige  glaubten
  si  ch  sogar  damit  zu  helfen,  wenn  sie  aunehmen  wuͤrden,
daß  sich  der  Vater  selbst  mit  dem  Menschen  Jesu  persoͤnlich
  vereinigt  habe.  Wie  war's  anders  moͤglich,  als  daß  gute
und  böse,  alternde  und  neuernde  Koͤpfe,  wenn  sie  sich  in  dieser
  ewig  unaufklärbaren  Sache  damals  bestimmt  und  weitläuftig
  ausdrücken  wollten,  auf  ungeschickte  Worte  verfallen,
schrift=  und  vernunftwidrige  Vorstellungsarten  manchmal  als
Wahrheit  ergreifen  mußten.  Die  Sprache  hatte  sich  für  solche
  Abstractionen  gar  nicht  gebildet,  als  nothwendig  sind,
wenn  man  nicht  bei  bloßen  Schriftausdruͤcken  bleiben  will.