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Tyrannei  der  Dämonen;  sondern  lehrte  ans  auch  den  Weg
der  Wahrheit  und  Tugend,  und  gab  uns  die  bündigsten  Versicherungen
  von  dem  Zustande  nach  dem  Tode.  Wir  verdanken
  ja  auch  ihm  allein  unsere  künftige  Auferstehung;  denn
wäre  er  nicht  gestorben,  so  würden  unsere  Leiber  aus  der.
Verwesung  nicht  mehr  aufstehen.  Es  ist  gewiß  mit  diesem
Leben  nicht  alles  aus.  Wir  werden  alle  vor  einen  Richter
zu  siehen  kommen,  durch  dessen  Urtheil  unser  Loos  auf  ewig
entschieden  wird.  Sollte  man  nicht  freudig  durch  die  Taufe
zu  einer  solchen  Religion  sich  bekennen,  durch  den  Genuß
des  Abendmahls  in  einer  solchen  brüderlichen  Gemeinschaft
bleiben?  Diese  Rasigion  fordert  ja  nichts  anders  von  uns,
als  daß  wir  hier  fromm  und  gut  leben  sollen.

So  einfach  war  die  Christliche  Religion  der  zwei  ersten
Fahrhunderte,  so  wird  sie  von  denen  vorgestellt,  welche  sie
in  öffentlichen  Schriften  vertheidigten;  aber  Origenes  kam,
und  er  war  zu  scharffinnig  und  zu  philosophischgelebrt,  um
bei  dem  Unbestimmten  mancher  theologischen  Sätze  seines
Zeitalters  stehen  bleiben  zu  können.  Er  machte  sich  selbst
zwar  auch  vorzüglich  um  historisch  =  philologische  Eregese  verdient;
  doch  der  entscheidendere  Hang  zu  philosophiren,  und
die  Furcht  für  Nachreden  der  Heterodorie  verleiteten  ihn  nicht
nur  zu  allegorisiren,  sondern  auch  eine  problematische  Theologie
  aufzubringen,  um  vielleicht  unter  der  Maske  des  Argumentirens
  für  und  gegen  eine  Sache,  seine  eigenen  Meinungen
  desto  sicherer  anbringen  zu  können.

Ein  großes  Genie  aber  von  Origenes  Thätigkeit  und
brennendem  Eifer  für  das  Christenthum  machte  nothwendig
Partie.  Es  kam  noch  hinzu,  daß  er  nicht  nur  öurch  seine
Schriften  auf  sein  Zeitalter  wirkte,  sondern  auch  durch  mündlichen
  Unterricht  bei  der  Katechetenschule  zu  Alerandria  eine