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Menge  angesehener  Schuͤler  zog.  Von  dieser  Zeit  an  bemerkt
  man  die  große  Trennung  zwischen  den  gelehrten  Theologen
  und  zwischen  den  bloß  populaͤren  und  homiletischen  Religionslehrern,
  die  sich  an  sinnlichere  Vorstellungsarten  gewoͤhnt
  hatten;  und  zu  Ende  dieser  Periode  findet  man  fast
keinen  einzigen  gelehrten  Kirchenvater,  der  nicht  Schuͤler  des
Origenes  gewesen  wäre,  oder  aus  Origenes  Schriften  sich  gebildet
  haͤtte.

Uebrigens  ist  in  dieser  ganzen  Geschichte  schon  der  ersien
Entwicklung  der  Christlichen  Lehre  ein  wichtiger  Provincialunterschied
  nnverkennbar.  Die  Dogmatik  des  Occidents  entwickelte
  sich  aus  ganz  andern  Keimen  als  die  des  Orients,
und  selbst  in  der  Orientalischen  Kirche  scheint  Aegyptische
Lehrart  sehr  frühe  ihren  eigenen  Charakter  zu  gewinnen.  Im
Orient  war  Philosophie  und  Anwendung  derselben  auf  die
Christliche  Lehre  der  erste  Hauptkeim  aller  dogmatischen
Veraͤnderungen,  im  Occident  erzeugten  sie  sich  aus  den  veraͤnderten
  gesellschaftlichen  Verhaͤltnissen  in  der  Kirche,  aus
Streitigkeiten  über  Hierarchie  und  Kirchenzucht,  und  die  Lehre
von  der  Kirche  ist  bald  für  den  Lateiner  eben  das  geworden,
was  für  den  Griechen  und  Orientalen  die  Lehre  vom  Logos
ward.

§  .  20.

Letztes  Resultat  der  Vornicäischen  Geschichte  in  Ansehung  des
Ganzen  der  allgemeinen  Cultur.

Nach  allem  diesem  ist  noch  die  schwersie  Frage,  wenn
sie  anders  ganz  Gegenstand  möglicher  historischer  Untersuchung
  ist,  was  hat  die  Menschheit  durch  diese  ganze.  Revolution
  gewonnen;  wurden  die  Menschen,  welche  in.  diese  neue
Gesellschaft  eintraten,  so  ganz  vorzöglich  öbesser,  als  vorher,