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nians  Bemühung  gewonnen  wurden,  aber  ob  sie  nicht  etwa
sogleich  wieder  abfielen  7  ob  vielleicht  nicht  bloß  der  Koͤnig
zur  Christlichen  Religion  übertrat  ?  ob  ihre  Bekehrung  mehr
war  als  Annahme  gewisser  Christlichen  Gebräuche?

Im  Occident  ist  vorzüglich  die  neue  Blüthe  der  Christlichen
  Religion  in  England  merkwürdig.  Der  Rdmische
Bischof  Gregor  der  Große,  durch  zufällige  Umstände  ermuntert,
  brannte  vor  Begierde  die  heidnischen  Engländer
zu  bekehren,  und  da  bei  den  Fränkischgallischen  Bischöfen
aller  Missioneneifer  erloschen  war,  so  gewann  er  endlich  an
einem  Romischen  Abt  Augustin  gerade  den  Mann,  den  500
er  haben  mußte.  Dieser  zog  mit  ungefähr  vierzig  Benedictiner
  Mönchen  nach  England,  liest  sich  statt  des  Paniers
ein  silbernes  Kreuz  vortragen,  und  hielt  mit  großem  Gepränge
  seinen  Einzug.  Der  Koͤnig  war  schon  zum  voraus
durch  seine  Gemahlinn  gewonnen,  hörte  ihn  sehr  geneigt,
und  wenn  er  ihm  schon  nicht  die  Zerstdrung  der  Götzentempel
  erlaubte,  so  gestattete  er  doch,  daß,  statt  der  Götzen,
Vilder  der  Heiligen  in  die  Tempel  gesetzt  werden  durften.

Augustin  pflanzte  eine  neue  Christliche  Kirche  in  England,
  aber  selbst  die  Ueberwindung  des  Angelsächsischen  Heidenthums
  machte  ihm  nicht  so  viele  Schwierigkeiten,  als  die
Verähnlichung  der  alten  Christen,  welche  er  als  Ueberrest
der  Brittischen  Kirche  fand.  Diese  wußten  nichts  von  einem
  mächtigen  Bischof  in  Rom,  auf  dessen  Befehl  sie  ihre
alten  Kirchengebräuche  zu  ändern  hätten.  Diese  kannten
die  Gattung  von  Mönchen  nicht,  von  welcher  Augustin  war,
und  behaupteten  mit  der  festesten  Anhänglichkeir  an  Alterthum
  ihre  Christlichorientalischen  Sitten  gegen  den  Roͤmischen
  Missionarius.