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geworden.  Ihr  bestaͤndig  weiterer  Fortgang  schien  von  allen
  Seiten  gesichert  zu  seyn,  da  sich  nun  der  größte  Theil
der  Occidentalischen  Könige  zu  derselben  bekannte,  auch  im
Orient  nicht  nur  Christenthum  sondern  fein  ausgesonnene
Orthodorie  herrschte,  und  fast  überall  die  Hierarchie  in  die
ganze  Staatsverfassung  sich  verflochten  hatte.

Wie  ein  Ungewitter  aber,  das  plbtzlich  am  heitern  Him=  622
mel  heraufsteigt,  brach  Muhämmed  aus  seiner  Arabischen
Wüste  hervor.  Es  vergieng  kein  Jahrhundert  der  nachfolgenden
  Periode,  so  war  der  Christlichen  Religion  mehr  als
die  Hälfte  ihrer  schönsten  Besitzungen  und  fast  unwiederbringlich
  entrissen.

Geschichte  der  äußern  Verfassung  der  Kirche,  vorzüglich
  der  Hierarchie.

.  26.
Römischer  Patriarch.

Ungefähr  acht  bis  zehn  Bischöfe  hatten  sich  am  Ende
der  vorigen  Periode  über  alle  ihre  Collegen  so  gehoben,  daß
diese  in  einer  gewissen  Subordination  gegen  sie  stunden,
deren  Gränzen  so  ungewiß  waren,  als  sie  bei  jeder  durch
individuelle  Veranlassungen  und  Observanz  entstandenen
Verfassung  zu  seyn  pflegen.  Rom,  Alerandrien  und  Antiochien
  waren  die  vornehmsten  unter  diesen  zehn  vornehmern
Bischöfen,  und  gleich  auf  der  ersten  ökumenischen  Synode
zu  Nicäa  wurden  ihnen  ihre  bisher  genossenen  Vorrechte  325
bestätigt;  der  Bischof  von  Jerusalem  erhielt  wenigstens  ihren
  Rang.

Wie  schon  die  Anstalt  der  Provinzialsynoden  der  ersten
Entwicklung  des  hierarchischen  Systems  sehr  fäörderlich  gewesen,
  so  wurde  Vollendung  desselben  noch  viel  mehr  durch