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gel  durch  Unterwerfung  von  Thracien,  Kleinasien  und  Pontus
  bestimmt.

Die  Geschichte  der  großen  Hierarchie  ist  waͤhrend  dieser
  Periode  fast  nichts  als  Geschichte  der  unausloͤschlichen
wechselsweisen  Eifersucht  dieser  vier  großen  Praͤlaten,  ihrer
gluͤcklichen  und  ungluͤcklichen  Versuche,  alleiniger  Monarch
zu  werden  und  mit  dem  Ansehen  eines  Monarchen  den  dogmatischen
  Sprachgebrauch  zu  entscheiden.

Dem  Bischof  von  Rom  gelang  es  nur  selten,  er  bekam
in  dieser  Periode  die  empfindlichsten  Stöße.  Auf  der  Synode
  von  Nicäa  wurden  zwar  seine  durch  Observanz  erhaltenen
  Vorrechte  bestätigt.  Er  erhielt  nachher  noch  bestimmter
  den  Primat  über  diejenigen  Kirchen,  welche  sonst  in
bürgerlichen  Sachen  der  Jurisdiction  des  Vicarü  Urbis
unterworfen  waren,  aber  damit  war  er  nicht  mehr  geehrt  als
die  Bischöfe  von  Alerandrien  und  Antiochien,  welchen  ein
noch  ausgedehnterer  Primat  zugestanden  wurde.  Sein  ganzer
  Vorzug  war  bloß  Rang  vor  den  übrigen.

Bald  hätte  man  zwar  gern  aus  dem  Rang  ein  gewis
ses  Appellationsrecht  hergeleitet,  und  die  Zeiten  schienen  anfangs
  nicht  ungünstig.  Der  Ortent  und  besonders  Alerandrien
  wurden  von  Meletianischen  und  Arianischen  Streitig,
keiten  äußerst  zerrüttet,  wer  war  aber  mehr  bald  gutmeinen.
der,  bald  ehrgeiziger  Freund  und  Retter  der  unterdrückten
Partie  als  der  Römische  Bischof?  Bischof  Damasus  erhielt
schon  im  Jahr  378  ein  kaiserliches  Privilegium,  auch  Streitigkeiten
  schlichten  zu  dörfen,  welche  nicht  gerade  in  seiner  Dibcese
  vorfielen,  Appellationen  anzunehmen,  wenn  man  mit  der
Sentenz  eines  andern  Metropoliten  nicht  zufrieden  war.
Um  sich  nun  die  Kenntniß  fremder  Dibcesen  zu  erleichtern,
um  zu  solchen  Appellationen  zu  reizen,  ernannten  er  und