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heiten,  bei  den  ewig  waͤhrenden  Glaubenszaͤnkereien  besonders
der  Syrer  und  Aegyptier  nach  und  nach  ein  richterliches  Ansehen
  zu  gewinnen,  und  Acacius  war  theils  an  weiser  Liebe
des  Friedens,  theils  an  schlauer  Kunst,  die  Hofgesinnungen
zu  lenken,  seinen  Gegnern  den  Roͤmischen  Bischoͤfen  weit
uͤberlegen.  Doch  da  Justin  und  Justinian  in  Constantinopel
zur  Regierung  kamen,  so  war  bei  der  entschiedenen  Partheilichkeit
  dieser  beiden  Regenten  für  den  Roͤmischen  Bischof
und  bei  ihrer  eben  so  entschiedenen  unlenkbaren  Gewaltthätigkeit
  alles  weitere  Emporsteigen  des  Bischofs  von  Constantinopel
  unmöglich.  Die  Bischöfe  von  Rom  sahen  es  zu
Ende  des  sechsten  Jahrhunderts  als  Beweis  eines  besondern
Stolzes  der  Bischöfe  von  Constantinopel  an,  daß  diese  sich
den  Titel  Episcopus  oecumenicus  geben  ließen.  Wie  unbekannt
  doch  ein  gewöhnlicher  Sprachgebrauch  von  Constan-=tinopel
  zu  Rom  gewesen  seyn  muß!  "

Keiner  aller  Patriarchen  aber  zeigte  sich  diese  ganze  Periode
  hindurch  gewaltthätiger  als  der  von  Alerandrien,  und
keiner  war  auch  so  unversöhnlicher  Gegner  gerade  seines  Byzantinischen
  Collegen  als  dieser.  Ihn  auch  zunächst  hatte
der  Vorzug  gekränkt,  welcher  auf  der  Synode  im  Jahr  331
dem  kaiserlichen  Residenzbischof  eingeräumt  worden,  und  zwei
solcher  Männer,  wie  Bischof  Theophilus  und  Bischof  Cyrillus,
  welche  fast  volle  sechzig  Jahre  (385  —  4441)  mit
allem  Eifer  eines  Familieninteresse  und  eines  Partiegeistes
einem  Mlane  treu  blieben,  konnten  sich  eine  fast  despotische
Macht  erwerben,  die  aber  gerade  weil  sie  eben  so  gewaltthätig
  behauptet  als  erworben  wurde,  schon  unter  dem  Nachfolger
  Dioskurus  fallen  mußte.  Dem  Theophilus  war
es  gelungen,  den  frommen  Johann  Chrysostomus  zu  stürzen,
und  sein  Neffe,  der  Calenderheilige  Cyrillus  erhielt  einen