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sten  Gattung.  Was  der  Bischof  (Gottlob  damals  selbst  noch
nicht  Soldat!)  von  dem  König  erhalten  wollte,  mußte  er  erschleichen
  oder  durch  Bitten  gewinnen,  und  der  Vortheil,  daß
die  Bischöfe  bald  als  erster  Stand  bei  den  Nationalversammlungen
  erschienen,  wurde  erst  nach  Zeit  und  Umständen  bedeutend.
  «

AusderSynodezukOrleanshandelteChlodowichnach
seiner  ganzen  koͤniglichen  Macht;  er  rief  die  Bischoͤfe  zusammen,
  und  schon,  der  Inhalt  der  Kanonen  zeigt,  daß  außer
dem  Klerus  eine  höhere  Macht  dabei  gesprochen.  Unter  den
beständigen  Zwistigkeiten  der  mehreren  Söhne  und  Nachfolger
  Chlodowichs,  war  wieder  nicht  der  beste  Zeitpunct,  wo
friedfertige  Bischöfe  aufkommen  konnten.  Sie  erhielten  zwar
nach  und  nach  manche  kleine  Vortheile.  Ihre  Einkünfte,
die  Güter  der  Kirche  wurden  gesicherter.  Das  öftere  Synodenhalten
  gab  Gelegenbeit  zu  politischen  Verabredungen,  und
hie  und  da  stieg  auch  öfters  ein  einzelner  Bischof  zu  vorzüglichem
  Ansehen.  Aber  alles  dieses  auch  in  seinen  vereinigten
Wirkungen  betrachtet,  konnte  bei  einem  Volk,  das  noch  so
roher  Sitten  war,  als  damals  die  Franken,  dem  Geistlichen
und  den  Gütern  der  Kirche  kaum  die  nöthige  äußere  Sicherheit
  verschaffen.

Anders  war  es  bei  den  West-Gothen  in  Spanien,
weil  dort  die  Nation  nicht  nur  früher  Cultur  und  festgeordnete
  Verfassung  bekam,  sondern  auch  zum  Vortheil  des  Pfassenregiments
  historische  Veranlassungen  zusammentrafen,  wie
man  sie  höchst  selten  beisammen  findet.  Nach  einer  hundert
und  Heebzigjährigen  Regierung  Arianischer  Könige  kam  Rec-580
  cared  auf  den  Thron,  der  zur  katholischen  Religion  übertrat,

und  seinen  Uebertritt  durch  Wohlthaten  gegen  den  katholischen

Klerus  zu  bewähren  suchte.  Sein  Recht  zur  Krone  war  wie

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