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schöfe  aus  allen  Provinzen  des  Roͤmischen  Reichs  versam-325
  melten  sich  auf  kaiserlichen  Befehl  zu  Nicaͤa,  und  wahrscheinlich

  allein  nur  der  betriebsame  Athanasius  nebst  dem  kaiserlichen

  Günstling  Bischof  Hosius  von  Corduba  überwand  hier

den  Arius.  Er  wurde  verurtheilt,  und  durch  ein  Synodalund

  Reichsgesetz  befohlen,  daß  künftighin  gesagt  werden  solle,

der  Logos  sey  dem  Vater  Homousios.

Diieses  Wort  schien  Vielen,  die  auch  übrigens  dem  Arius
nicht  beitraten,  recht  beleidigend  umschicklich.  Sie  glaubten,  es
führe  auf  grobe  sinnliche  Begriffe  von  der  Zeugung  des  Sohnes
Gottes.  Denn  es  war  ein  Ausdruck,  den  man  schon  in  ehmaligen
  Streitigkeiten  für  verdächtig  gehalten.  Aber  die
strengere  Partie,  welche  sich  ihres  Funds  nun  einmal  recht
freute,  machte  mit  einer  Anhänglichkeit,  welche  schon  allein  die
Dunkelheit  ihrer  Begriffe  bewies,  den  Gebrauch  gerade  dieses
  Worts  zum  Merkzeichen  der  Orthodorie;  wer  es  nicht
brauchen  wollte,  war  als  Freund  des  Arius  verdächtig.

Der  junge  Diakonus  von  Alerandrien  Athanasius,  der
schon  selbst  auf  der  Synode  so  betriebsam  gewesen  war,  wurde
im  gleichfolgenden  Jahr  selbst  Bischof  von  Alerandrien,  und
an  ihm  fand  nun  die  katholische  Partie  einen  Anführer,  der
bald  mit  stürmischem  Jugendeifer,  bald  mit  politischer  Klugheit
  eines  alten  Weltmannes  die  Nicaͤischen  Schlüsse  in  ihre
volle  Gültigkeit  zu  setzen  suchte.  Mit  dem  Anathem  der  Svnode
  halte  Constantin  bürgerliche  Strase  verbunden,  Arius
Schriften  wurden  zum  Feuer  verurtheilt,  die  Auslieferung
derselben  bei  Todesstrafe  befohlen.

Diese  Orthodorie  Constantins  war  aber  kaum  von  vierjähriger
  Dauer,  seine  Schwesier  wußte  ihn  auf  das  neue  für
Arius  zu  gewinnen.  Er  erlaubte  diesem  aus  dem  Eril  zurückzukommen,
  ließ  sich  durch  ein  orthodor  scheinendes  Glau-