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bensbekenntniß  täuschen,  und  da  Athanasi  us  unbeweglich  darauf
  blieb,  den  Ketzer  nicht  in  die  Kirchengemeinschaft  aufzunehmen,
  so  mußte  er  ins  Eiend,  „und  Constantin  befahl  336
dem  Bischof  von  Constantinopel,  jenen  in  die  Kirche  einzulassen.
  Während  der  Einfuͤhrungssolennitaͤt  stirbt  Arius
ploͤtzlich.

Von  den  Prinzen  Constantins  war  Constantius,  unter
welchen  der  Orient  zu,  stehen  kam,  vorzuͤglich  auf  der  Seite
der  Arianer,  die  Ungnade  des  Regenten  galt  also  den  Athanasianern,
  und  wie  Constantius  nach  dem  Tode  seines  Bruders
  auch  Herr  von  Rom  und  Italien  wurde,  so  stieg  die
Drangsal  der  katholischen  Partie  auf  das  Hoͤchste.  Selbst
der  Rdmische  Bischof  Liberius  mußte  jetzt  die  Arianische
Hoftheologie  annehmen.  Julians  und  Jovians  Regierungen
waren  zu  kurz,  als  daß  sich  einer  oder  der  andere  Theil  hätte
mächtig  machen  können.  Unter  Valentinian  und  Valens
schlug  wie  auf  einer  Brandstätte.  die  Flamme  unter  der  tiefen
Asche,  mit  neuer  Gewalt  wieder  hervor.  Valentinian  im
Occident  verfolgte  die  Arianer,  oder  vielmehr  alle  welche  das
Nicäische  Symbolum  nicht  kunterschreiben  wollten:  Valens
im  Orient  handelte  mit  der  Wuth  eines  Tyrannen  gegen  alle,
die  sich  nicht  für  den  Arianismus  erklärten.  Menschenblut
wurde  nicht  geschont,  die  Bischöfe  waren  noch  glücklich,  wenn
sie  bloß  des  Landes  verwiesen  wurden.  .  Unter  Theodosius
triumphirte  endlich  die  Athanasianische  Partie  wieder  vollkommen,
  und  seitdem  war  ihr  Sieg  ununterbrochen  gewiß.  Der
Arianismus  fand  seine  Schutzstätte  bei  den  Gothen,  Burgundern,
  Vandalen,  bei  welchen  er  zum  Theil  bis  zum  Ende  des
sechsten  Jahrhunderts  herrschend  blieb.

Die  Theologen  theilten  sich  bei  allen  diesen  Händeln  immer
  in  drei  große  Partien:  .