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und  wußte  besonders  den  Fanatismus  der  Mbrnche  in  sein
Interesse  zu  ziehen.
Der  Kaiser  wagte  es  nicht,  der  theologischen  Fehde  seiner

  zwei  großen  Neichsprälaten  anders  ein  Ende  zu  machen,
als  durch.  eine  Synode,  zu  Ephesus.  Fir  Cyrillus  aber  ließ

sich  wenig  Gutes  auf  derfelben  prophercien,  denn  selbst  von

Alerandrien  kamen  die  schreiendsten  Klagen  über  diesen.  schändlichen
  Mann.  „Okdnung  auf  der  Synode  zu.  behaupten  schickt
der  Feiser.  ein  Paar.  Minister  mit  Soldaten  hin.

Nestorius  erscheint  mit  sechszehn  Bischoͤfen  aus  seinem
Sprengel:  Cyrillus  bringt  fünfzig  und  uͤberdieß  eine  ihm
diemal  sehr  brauchbare  Schaar  Aegyptischer  Matrosen  mit;
auch  treibt  der  Bischof  von  Ephesus,  der  treueste-Bundesgenosse
  des  Cyrillus,  eine  große  Menge  von  Bischbfen  zusamnien.
  Es  war  billig  mit  Eröffnung  der  Synode  bis  zur
Ankunft  des  Patriarchen  von  Autiochien  und  der  ihn  begleitenden
  Bischöfe  zu  warten.  Alle  unparthetische  Bischöfe  verlangten
  es  einmüthig.  Man  bewies  auch  unwidersprechlich,
daß  jene  vor  dem  22sten  Junius  unmöglich  in  Ephesus  eintreffen
  könnten.  Doch  Cyrillus,  der  eigentlich  Beklagter
war,  eröffnete,  ungeachtet  aller  Protestationen  der  Minister,
mit  seiner  Partie  die  Synode,  stieß  den  Minister,  der  in  die
Versammlung  kam,  und  nur  noch  auf  vier  Tage  um  Geduld
  bat,  mit  Gewalt  zur  Versammlung  hinaus.  Gleich
auch  in  der  ersten"  Session  wurde  Nestorius  anathematisirt.
Fene  zwölf.  Sätze  des  Cyrillus  wurden  für  Richtschnur  der
Orthodorie  erklärt,  und  da.  man  das  bffentlich  angeschlagene
Verdammüungsurtheil  des  Nestorius  auf  Befehl  des  kaiserlichen
  Ministers  herabriß,  ließ  es  Cyrillus  durch  Herolde  in
der  ganzen  Stadt  verkündigen,  und  sein  Maaß  von  Bosheit