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zu  vollenden,  schickte  er  falsche  Berichte  und  verfaͤlschte  Aten
  nach  Constantinopele.

Kaum  sechs  Tage  nach  diesem  wüthenden  Aufang  des
Srri  kam  der  Patfiarch  Johann  von  Antiochien  an,  und
des  Cyrillus  als  Richsschnur.  der  Aüchmdegmant  gelten  ussen
  solle.  Auch  er  versammelte  nun  die  Vischöfe  seiner  Par--tie,
  erklärte  den  Cyrillus.  für  einen  Ketzer;  ;  der  gottlose  Mann
könne  nicht  weiterhin  Bischof  seyg.  Man  sah  bald  daß  es
zu  Ephesus  mit  dem  Verfluchen  und  Gegenverfluchen  kein
Ende  nehmen  würde,  und  daß  alles  endlich  darauf  ankomme,
wie  gluͤcklich  jede  Partie  in  ihren  Verhandlungen  zu  Constantinopel
  bei  dem  kaiserlichen  Hof  sey.

Mit  einem  Glücke,  das  gottlob  sonst  die  Bosheit  selten
genießt,  wandte  sich  unerwartet  schnell  alles  in  Constantinopel
  auf  die  Seite  von  Cprillus.  Die  Mönchstumulte,  welche
  er  durch  seine  Correspondenz  daselbst  erregte,  hätten  den
Kaiser  gegen  ihn  aufbringen  sollen;  die  Relationen  der  kaiserlichen
  Minister  bei  der  Syuode  waren  gegen  ihn;  die  Bosheit
  des  Mannes  war  schon  vorher  bekannt;  Verbrechen,  die
mit  dem  bisherigen  gar  nicht  zusammenhiengen,  schon  vorher
  gegen  ihn  eingeklagt,  und  doch  —  was  vermochte  nicht
sein  Geld  bei  den  kaiserlichen  Ministern,  wie  schlau  wußte
er  nicht  den  Haß  Pulcheriens  gegen  Nestorius,  den  Verräther
  ihrer  Liebesgeheimnisse,  zu  nutzen  —  und  doch  kommt
plötzlich  das  Urtheil,  Nestorius  sey  abgesetzt,  Cyrillus  bleibe
Patriarch,  ohne  der  geringsten  Strafe  sich  unterwerfen  zu
müssen.  Ob  die  Partie  des  Nestorius  oder  die  des  Cyrillus
als  die  orthodore  gelten  solle,  ließ  der  Kaiser  vorerst  noch

unentschicden,  er  war  froh,  die  Bischöfe  wieder  nach  Hause
zu  bringen.