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genländischen  Bischöfe  erzogen  wurden,  so  konnte  sein  Eifer
recht  den  eigentlichen  Lebens  keim  seiner  Gegenpartie  tödten

Da  endlich  auch  sogar  wirkliche  Verfolgungsgesetze  gegen
diese  Morgenländischen  Christen  ergiengen,  da  der  kaiserliche  Hof,
bei  einiger  scheinbaren  Nachgiebigkeit  der  Partie  des  Cprillus,
  die  Standhaftigkeit  der  Orientalischen  Dibcese  für  ketzerischen
  Eigensinn  hielt,  so  war  den  Unglücklichen  keine  andere
  Rettung  übrig,  als  in  die  Staaten  des  Königs  von
Persien  zu  fliehen.  Wie  froh  war  nicht  dieser,  eine  Christenpartie
  zu  finden,  von  welcher  er  versichert  seyn  konnte,  daß  sie
sich  mit  den  Rômischen  Christen  in  keine  Correspondenz  einlassen
  werde;  und  wie  willig  räumte  er  ihnen  alles  ein,  was
zur  ausbildenden  Fortdauer  einer  kirchlichen  Gesellschaft  gehört.


Doch  vorzüglich  der  Thätigkeit  eines  Mannes  hatten  es
die  Vertriebenen  zu  danken,  daß  sie  eine  ordentliche  kirchliche
Einrichtung,  eine  eigene  Hierarchie  gewannen,  welche  von  der
Hierarchie  der  großen  katholischen  Partie  nicht  nur  unabhängig
  blieb,  sondern  ihr  sogar  das  im  Rdmischen  Reich  erlittene
  Unrecht  noch  vergalt.  Barsumas  war  nebst  andern
seiner  Frcunde  aus  der  Schule  von  Edessa  verstoßen  worden,
wurde  bald  darauf  Bischof  von  Nisibis,  gewann  Zutritt  bei
Hofe,  und  überredete  den  König,  daß  er  die  Christen  seiner
  Gegenpartie  aus  den  Persischen  Staaten  vertrieb.  Er
errichtete  zu  Ktesiphon  (Seleucia)  ein  eigenes  Patriarchat
für  seine  Freunde,  stiftete  eine  eigene  Schule  zu  Nisibis,  um
für  Besetzung  der  Bisthümer  immer  geschickte  Jünglinge  zu
haben,  und  gab  dadurch  seiner  neu  errichteten  Kirche  eine
fortdaurende  Verfassung.

Wer  diese  von  der  großen  Kirche  abgesonderte  Christen
Nestorianer  heißen  will,  sollte  nie  vergessen,  daß  Nestorius