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aͤußern  des  Gottesdienstes  eine  hieher  gehoͤrige  Veraͤnderung
machen  wollte,  eine  Veränderung  des  alten  Kirchengesangs
Eeiliger  Gott,  heiliger  starker  Gott,  heiliger  ewiger  Gott)
einführen  wollte,  die  bielleicht  in  jedem  andern  Zeitalter  unbemerkt
  gehlieben  wäre.  Er  wollte  beigesetzt  wissen,  der  du
fuͤr  uns  gekreuzigt  bist.

In  allen  drei  Provinzen  dauerte  das  Toben  dreißig
Jahre  lang  mit  immer  erneuerter  Wuth  fort,  und  leider  hatte
der  Hof,  von  dessen  Gesinnungen  alles  abhieng,  gar  kein
festes  System.  Mit  jeder  Regimentsveränderung  wechselten
auch  diel  Cabinetsgrundsätze  und  oft  wurde  zu  einem  solchen
Wechsel  nicht  einmal  der  Tod  des  Regenten  erfordert,  schon
ein  neuer  Minister,  oder  eine  andere  bei  Hof  gektende  Dame
verschaffte  Mononhysiten  oder  Chalcedoniten  den  Sieg.

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Kaiser,  Zeno,  ein  friedfertiger  gutmeinender  Regent,  wagte
endlich  einen  Versuch,  ob  es  nicht  moͤglich  wäre,  durch  guͤtliche
  Vereinigung  die  Partien  mit  einander  auszusöhnen,  und
er  fand  an  zwei  Häuptern  der  Partien  recht  billigdenkende
Männer,  die  beide  sich  freuten,  endlich  einen  Punct  endeckt
zu  haben,  wo  beide  Theile  zusammentreffen  könnten.  Akacius
  Patriarch  von  Constantinopel  und  Petrus  Mongus  das
Haupt  der  monophysitischen  Partie  zu  Alerandrien  vertrugen
sich  nehmlich  mit  einander,  daß  aller  bisher  streitigen  Puncte
gar  nicht  mehr  gegen  einander  gedacht  werden  sollte,  nichts
mehr  von  Auctorität  der  Chalcedonischen  Synode  oder  des
bekannten  Briefs  des  Bischofs  Leo  an  Flavian,  nichts  mehr
von  den  Ausdrücken  in  oder  er  duabus  naturis.  Man  sollte
die  Wahrheit  beizubehalten  suchen,  ohne  solche  streitige  Ausdrücke
  zu  berühren.  Der  Kaiser  faßte  die  Puncte,  worüber
sich  beide  Häupter  der  Partien  zusammen  verstanden,  in  ein