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zwischen  beiden  Partien  gehalten  wurde.  Zweihundert  sechs
und  achtzig  katholische  Bischoͤfe,  nebst  einer  fast  ganz  gleichen
Anzahl  Donatistischer  Bischoͤfe  erschienen  zusammen.  Drei
Tage  lang  dauerte  die  Dispuͤte.  Die  katholischen  waren  gelehrter
  und  bescheidener  als  die  Donatisten,  und  die  Sentenz
des  Ministers  war  ihnen  guͤnstig.  Die  Prostitution,  welche
die  Schismatiker  bei  dieser  Gelegenheit  erlitten,  schien  ihrer
ganzen  Macht  aͤußerst  nachtheilig  zu  werden,  sie  nahmen  seit
dieser  Zeit  bestaͤndig  ab,  doch  unter  der  Regierung  der  Vandalen
  erholten  sie  sich  wieder  ein  wenig,  oder  diese  Zwischenzeit
  machte  vielmehr  nur,  daß  ihr  Untergang  langsamer  erfolgte.
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Man  kann  nicht  leicht  bei  einer  Partie  so  deutlich  als
bei  den  Dongtisten  sehen,  wie  sich  ihre  Begriffe  während
dem  Disputiren  mit  ihren  Gegnern  nach|  und  nach  mehr
erweitert  und  bestimmt  haben.  Man  sieng  von  dem  einfachen
unbedeutend  scheinenden  Satz  an,  der  kann  kein  rechter
Bischof  seyn,  den  ein  Traditor  or  dinirt  hat.  Man
schritt  weiter  fort,  und  fragte  überhaupt,  was  Kennzeichen  der
wahren  Kirche  seyen.  Die  katholische  Partie  behauptete,  wahre
Kirche  sey  die,  welche  den  gröhten  Umfang  von  Ländern  und
Volkern  begreife:  die  Donatisten  glaubten  es  bloß  von  verjenigen,
  in  welcher  keine  grobe  ärgerliche  Sünder  geduldet  würden.
  Beide  Theile  kamen  mit  einander  überein,  daß  es  nur
eine  wahre  Kirche  gebe,  d.  i.  nur  eine  gewisse  äußere  Gesellschaft,
  in  deren  Verbindung  man  hoffen  könne,  selig  zu  werden,
  in  welcher  die  Sacramente  so  ausgetheilt  würden,  daß
man  den  heiligen  Geist  durch  dieselbe  empfange.

So  bildete  sich  unter  diesen  Streitigkeiten  der  Artikel  von
der  Kirche  in  diejenige  Form,  welche  er  noch  großentheils  gegenwärtig
  in  der]  Roͤmischkatholischen  Dogmatik  hat.  Fast