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Er  war  dem  Bischof  von  Jerusalem  Johaunes  einem  bekaunten
  Origenisten  ohnehin  nicht  hold,  predigte  und  eiferte  also
gegen  ihn  als  einen  Ketzer,  und  zog  durch  sein  Geschrei  fuͤr
Orthodoxie  auch  den  Hieronymus  in  seine  Partie,  der  sich  fuͤr
nichts  so  sehr  fuͤrchtete  als  fuͤr  den  Ketzernamen.  Hieronymus
  Schriften  gegen  den  Rufinus,  den  lateinischen  Uebersetzer
  einiger  Schriften  des  Origenes,  werden  schwerlich  jemals
  an  Ungezogenheit  übertroffen  werden.  Hier  blieb  es
aber  doch  nur  bei  persönlichen  Grobheiten  zweier  Gelehrten
gegen  einander:  zu  Alerandrien  kam's  zum  Handgemenge.
Der  Bischof  von  Alerandrien  Theophilus  hatte  mit  den
scetensischen  Mönchen  vielerlei  Verdrüßlichkeiten,  und  weil
er  ihnen  nicht  besser  beikommen  konnte,  als  wenn  er  sie  in
den  Verdacht  einer  Ketzerei  brachte,  so  bestrafte  auch  er  sie  300
wegen  ihrer  Liebe  zu  den  Schriften  des  Origenes,  hielt  Synode
  über  der  Sache,  und  erequirte  selbst  mit  bewaffneter
Hand  das  Anathem  derselben.  Den  Mönchen  war  zuletzt
nichts  übrig  als  Flucht  nach  Constantinopel.  Chrysostomus
aber,  damals  Bischof  von  Constantinopel,  warf  sich  zwar
nicht  zum  Richter  auf  zwischen  dem  Bischof  und  den  Monchen,
  sondern  er  machte  gewissenhaft  den  Neutralen  und
Mitleidigen.  Nun  war  aber  ohnedieß  damals  am  kaiserlichen
  Hof  alles  über  den  redlichen  Chrpysostomus  wegen  seiner
  scharfen  Predigten  schon  vorher  unzufrieden.  Theophilus
und  die  Kaiserinn  Eudoria,  erklärte  Gegnerinn  des  Bischofs,
fanden  sich  also  gleich  zusammen,  und  so  sehr  sich  das  Volk
zu  Constantinopel  für  seinen  geliebten  Homileten  wehrte,  so
mußt'  er  doch  endlich,  durch  eine  zweimalige  Synode  besonders
  auch  wegen  seiner  Liebe  zum  Origenes  verurtheilt,  auf
eine  elende  Art  im  Eril  sierben.  Die  Origenisien  zu  Alerandrien
  und  Constantinopel,  in  ihrer  Ruhe  so  sehr  gesiört,

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