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woͤhnt  werden  sollen,  aber  man  wirbelte  sich  ewig  auf  dem
Punct  herum,  auf  den  man  einmal  hingestoßen  war,  ohne
an  die  angraͤnzenden  Stuͤcke  oder  an  das  Ganze  zu  denken.
Ueberdieß  wurde  Auctorität  eines  gewissen  Satzes  nie  dadurch
  entschieden,  daß  die  Wahrheit  desselben  von  einem  trefflichen
  Kopf  nach  allen  ihren  Gründen  entwickelt  worden
wäre,  sondern  Gewaltthätigkeit  eines  mächtigern  Bischofs
oder  Partiegeist  eines  gewissen  kaiserlichen  Ministers  machte
selbst  auch  den  Sieg  der  Wahrheit  zum  bloßen  Zufall.  Dif
damalige  Christliche  Religion  hatte  wirküch  auch  an  dem
Zerfall  des  Orientalischen  Kaiserthums,  großen  Antheil.  Jede
neuentstandene  Glaubensstreitigkeit  weckte  immer  die  heftigsten
Staatserschütterungen.  Die  Mönche  waren  so  furchtbar  als
weiland  die  Strelitzen  in  Rußland,  und  Muhämmed  machte
sich  dadurch  einen  sehr  gebahnten  Weg  zu  seinen  Eroberungen,
  daß  er  den  mißbergnügten  Partien  Religionsfreiheit
versicherte.  -  “

Im  Occident  aber  schaffte  die  Christliche  Religion  den
verschiedenen  Staaten,  in  welchen  sie  herrschte,  und  den  Nationen,
  welche  dieselbe  aufnahmen,  den  ausgebreitetsten  Nutzen.
  Sie  milderte  allmälig  die  Sitten  der  rohkriegerischen
Völker,  welche  sich  in  die  Trümmern  des  Abendländischen
Kaiserthums  theilten.  Sie  erhielt  bei  dem  allgemeinen  Zerfall
  immer  noch  einige  Aufklärung,  einen  Funken,  der  bald
oder  spät  Luft  gewinnen  und  zur  lichten  Flamme  auffodern
mußte.  Sie  verband.  Nationen  unter  einander,  die  sich  vielleicht
  sonst,  selbst  bei  zusammenstossenden  Gränzen,  kaum  um
einander  bekämmert  haben  würden,  ünd  ohne  sie  wäre  wohl
der  Occident,  der  vorher  ein  politisches  Ganzes  wär,  vbielleicht
  zu  ewig  unwiederbringlichem  Schaden  der  Menschheit
in  mehrere,  bolig  Vereinzelte,  Theile  rauen.  Di=  ganze