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in  genauerer  Verbindung  mit  dem  Roͤmischen  Bischof  war,
so  lag  ihm  dem  Englaͤnder  der  Einfall  ganz  nahe,  sich  von  dem
Roͤmischen  Bischof  zu  einer  solchen  Mission  legitimiren  zu
lassen.  Der  Roͤmische  Bischof  empfahl  ihn  an  Karl  Martel;
Karl  Martel  an  alle  Bischöfe,  Herzoge  und  Grafen.  Mit
brennendem  Eifer  gieng  Winfried  nach  Hessen,  aus  Hessen
nach  Thüringen,  zerstörte  die  Götzenaltäre  und  baute  Christliche
  Kirchen.  Der  Pabst  ernannte  ihn  endlich  zum  Erzbischof,
  und  gab  ihm  das  Pallium.  Noch  war  er  immer  nur
Bischof  und  Erzbischof  ohne  Kirche.  Im  Jahr  755  aber
ward  Bischof  Gewilieb  von  Mainz  abgesetzt,  Bonifacius  kam
an  seine  Stelle,  und  sah  sich  nun  an  der  Spitze  der  ganzen
Osifränkischen  Geisilichkeit.  Noch  in  hohem  Alter  gieng  er
das  Evangelium  weiter  zu  predigen,  aufs  neue  unter  die
Friesen,  und  fand  daselbst  seinen  Tod  im  Jahr  754.

Teutschland  hat  dem  Bonifacius  Unendlich  viel  Gutes
und  Uebels  zu  verdanken.  Er  gab  durch  Einrichtung  einer
Hierarchie,  der  Christlichen  Religion  in  Teutschland  die  zuverlässigste
  Hoffnung  einer  ungehinderten  Fortdauer.  Er  stiftete
  Klöster,  in  welche  sich  nicht  allein  die  Wissenschasten  flüchten
  konnten,  sondern  die  auch  herrliche  Erziehungsseminarien
für  den  jungen  Klerus  waren.  Er  betrieb  seinen  Entwurf
mit  einer  Thätigkeit,  die  sich  durch  alle  Kabalen  und  Nachlässigkeiten
  des  Fränkischen  Hofs  nicht  ermüden  ließ.  Er
führte  in  Teutschland  die  Synodalanstalten  ein,  wodurch  die
Kirchenzucht  immer  im  Gang  erhalten  und  verbessert  wurde,
und  wenn  je  dieses  auch  zum  Glücke  Teutschlands  gehört,
die  Bischoͤfe  an  den  Reichsangelegenheiten  Theil  bekamen.

Zum  härtesien  Vorwurf  macht  man  es  ihm,  daß  er  durch
seine  Anhänglichkeit  an  den  Roͤmischen  Stuhl  den  Grund
zur  päbstlichen  Hoheit  über  Teutschland  gelegt  habe.  Er  selbst